Drei Klare, bitte –  Ein kulturpolitisches Thekengespräch zur Wahl

(Foto: CC0)
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Sogenannte weiche Standortfaktoren wie Lebensqualität und Freizeitangebot werden seit Jahren immer wichtiger für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen. Eine Stadt mit dem Anspruch, vielversprechende junge Leistungsträger und Impulsgeber an sich zu binden (oder, wie im Fall Münsters, auch übers Studium hinaus zu halten), braucht daher nicht nur gute wirtschaftliche Rahmendaten und eine intakte Infrastruktur – sondern auch eine lebendige und vor allem vielseitige kulturelle Szene.

Kein Wunder also, dass die Kulturpolitik verstärkt in den Fokus der kommunalen Entscheider rückt. Wie sich die drei Herausforderer des amtierenden Oberbürgermeisters die kulturelle Landschaft Münsters in den kommenden Jahren vorstellen und welche Rolle die breitgefächerte Szene der freischaffenden Künstler dabei spielen soll, möchte die Initiative moNOkultur wenige Tage vor der Wahl von den Kandidaten erfahren. Am Mittwoch, den 2. September um 18 Uhr, bittet die Interessenvertretung der freien Künstler zum zwanglosen Polittalk in den „Bunten Vogel“ (Alter Steinweg 41, Eintritt frei).

Dass Münsters Freie Szene derzeit selber noch über zahlreiche interessante „bunte Vögel“ verfügt, ist unbestritten. Wie man ihr Biotop erhalten und den Bestand sichern kann, darüber allerdings dürften die Meinungen zwischen Maria Klein-Schmeink (Grüne), Heinrich Götting (FDP) und Jochen Köhnke (SPD) auseinandergehen. Doch wenn die Journalistin und Moderatorin Daniela Wakonigg als Gesprächsleiterin den Verzicht auf ausweichende Floskeln und stattdessen augenzwinkernd „Drei Klare, bitte!“ einfordert, dann werden die Statements der Politiker nicht nur für eingefleischte Kulturfreunde interessant sein. Denn dass die Kulturpolitik Weichen stellt, die für die ganze Stadt zukunftsweisend sind – das hat sich inzwischen selbst in Wirtschaftskreisen herumgesprochen.

Stephan Günther
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