Donots – Zum ungefähr tausendsten Mal

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Das Bruder-Duo der Donots, Guido und Ingo Knollmann. (Foto: sg)
Das Bruder-Duo der Donots, Guido und Ingo Knollmann. (Foto: sg)

Es war eine wirklich gute Woche für Freunde schweißtreibender und guter Livemusik. Nachdem am Donnerstag Skindred und Zebrahead den Skaters Palace auseinandernahmen, setzten die Donots am Samstag einen gewaltigen Schlusspunkt in der Halle Münsterland. Das (ungefähr) 1000. Konzert stand auf dem Plan und so traf man sich, fast wie immer im Dezember, zur großen Feierei.

Ob es nun das 1000. Konzert oder “einfach nur” der regelmäßig stattfindende Grand Münster Slam ist, die Donots begehen ein Heimspiel nicht alleine und scharen im Vorprogramm hochkarätige Gäste um sich. 2016 bildete da keine Ausnahme. Die ersten auf der Bühne waren allerdings, wie sollte es anders sein, die Donots! Noch ohne Instrumente aber mit bester Laune begrüßten sie die 6500 Zuschauer in der restlos ausverkauften Halle. Sie gaben einen kurzen Ausblick darauf, wie sie mit dem Publikum und den Gästen den Abend zelebrieren werden und ließen keinen Zweifel daran, dass auch hier die Halle abgerissen werden solle, “Wir haben mega Bock!”.

Adam Angst (Foto: sg)
Adam Angst (Foto: sg)

Bevor sie wieder von der Bühne verschwanden, kündigten sie aber natürlich noch den ersten musikalischen Gast des Abends an, Adam Angst. Erste Band, erstes Highlight – solider Deutschpunk mit gefälligem und ganz eigenem Sound. Ganz in schwarz gekleidet, mit ganz großen Gesten, sozialkritischen und leicht sarkastischen Texten ließen sie das Publikum schon einmal anschwitzen. Olli Schulz sorgte danach wieder für etwas ruhigere Töne auf der Bühne. Bei gesungenen, mit Gitarre begleiteten Anekdoten und Geschichten gab es etwas Zeit, sich zu erholen und vor dem Höhepunkt des Abends noch einmal tief durchzuatmen.

Alles war schon einmal da, bei den fünf Grand Münster Slam Konzerten in den letzten Jahren, Konfettikanonen, große Bühnenshow oder ein Ausflug auf die B-Stage mitten im Publikum. Wie soll man also so einen Abend noch besonderer machen, der im gleichen Rahmen schon mehrfach stattfand? Die Antwort blieben die Donots nicht lange schuldig, als sie nach dem Fall des weißen Vorhangs die Bühne stürmten, sie lautete schlicht und ergreifend: Noch mehr Energie! Bereits nach dem Opener “Ich mach nicht mehr mit”, lief nicht nur bei Sänger Ingo der Schweiß schon in Strömen.

Olli Schulz (Foto: sg)
Olli Schulz (Foto: sg)

Kondition gepaart mit unbändigem Willen, dem tosenden Publikum eine noch geilere Show als bisher zu liefern, war der Treibstoff, der die Donots an diesem Abend zu Höchstleistungen trieb. Von Nervosität angesichts der Filmcrew, die den Abend mitfilmte, war keine Spur, Die Band sprang, rannte, schrie und verausgabte sich gut zwei Stunden lang ohne Pause. Der Funke sprang über und im Publikum verausgabte man sich keinen Deut weniger. Die erste wirkliche Überraschung des Abends gab es, als die Hip Hopper der Antilopen Gang zu “Kaputt/Beton” die Bühne betraten und mit den Donots gemeinsam feierten. Nicht der einzige bekannte Gast an diesem Abend, so gab sich zum Ende der Party auch Broilers-Sänger und Gitarrist Sammy die Ehre und spielte zu “Problem kein Problem” mit der Band.

“So long” hieß es dann zum Abschluss des Abends, ursprünglich mit Frank Turner gesungen, holte man sich jetzt den ehemaligen Frontmann von Jupiter Jones, Nicholas Müller auf die Bühne und ließ die völlig ausgelaugte Menge noch einmal kräftig mitsingen. Einen Termin für den nächsten Grand Münster Slam gab man den Münsteranern schon mit auf den Weg, am 15.12.2018 heißt es wieder: Feiern mit den Donots. Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf.

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Stephan Günther

(sg) - Gründer bei ALLES MÜNSTER
In Münster geboren und aufgewachsen, ist Stephan Günther dieser Stadt bis heute treu geblieben. Zusammen mit Thomas Hölscher brachte er im Frühjahr 2014 das Onlinemagazin „auf die Welt“. Fasziniert von der Vielfältigkeit der Musik, findet man ihn am häufigsten auf Konzerten, meistens hinter einer Kamera, gerne aber auch mit Notizblock und Stift. Ansonsten hält er seine Augen aber auch für alles andere offen, was in seiner Heimatstadt so passiert.

sg@allesmuenster.de
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