Das ist Münster: Menschenkette vom Rathaus bis zur Münzstraße

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Um Punkt 17:30 Uhr konnte die Menschenkette geschlossen werden. (Foto: th)
Um Punkt 17:30 Uhr konnte die Menschenkette geschlossen werden. (Foto: th)

Ein Bündnis aus internationalen, nationalen und regionalen Organisationen hatte gerufen und alle hatten geantwortet, so auch in Münster. Der Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter und die Malteser in Münster unterstützen die von Amnesty International initiierte Aktion für Toleranz und Menschlichkeit. 

Unter dem Motto „Hand-in-Hand-gegen-Rassismus- für Menschenrechte und Vielfalt“ sollte sich eine Menschenkette vom Rathaus über den Domplatz bis zur Flüchtlingsunterkunft in der Münzstraße bilden. 850 Menschen wurden gebraucht und –  trotz strömenden Regens und wiederholtem Donnergrollen – konnte um 17: 30 Uhr die 850 Meter lange Menschenkette geschlossen werden, bunte Ballons stiegen in den Himmel.

Für einige Minuten konnten die Organisatoren der Hochschulgruppe von Amnesty International des Bezirks Münster / Osnabrück den Anblick der applaudierenden Menschenkette genießen – hatten sie doch, wie Amnesty-Sprecher Marcus Schmetter erklärte, in weniger als zwei Wochen mit drei Mitgliedern die Planung vorangetrieben. Heute waren über 20 Helfer damit beschäftigt, Menschen zu sortieren, Ballons zu verteilen und den Ablauf zu koordinieren.

Amnesty-Sprecher Marcus Schmetter. (Foto: th)
Amnesty-Sprecher Marcus Schmetter. (Foto: th)

Oberbürgermeister Markus Lewe hatte bereits im Vorfeld die Wichtigkeit der Aktion unterstrichen, „um ein Zeichen gegen Diskriminierung und Hass und für das friedliche Miteinander und die Verständigung zu setzen.” Auch die Kirchen hatten deutlich Stellung bezogen und unterstützten diesen Plan. Bischof Felix Genn hatte diesbezüglich gesagt, „dass es gut ist, wenn möglichst viele Menschen auch in Münster deutlich machen: Rassismus darf in Deutschland nicht wieder salonfähig werden.“ Es gehe darum, „den Anfängen zu wehren.“

So waren es in Münster die 850 Menschen, die dem Regen trotzten und symbolisch für Menschenrechte und Toleranz einstanden, in Osnabrück waren es rund 1500 und in Bochum über 4000. Auch in Bonn konnte die Menschenkette geschlossen werden –  und morgen gibt es noch Veranstaltungen dazu unter anderem in München, Berlin Hamburg und Leipzig.

Mehr zum Thema: hand-in-hand-gegen-rassismus.de

 

Kerstin Kiehl

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