
Mit Musik, Seifenblasen und viel Improvisation sorgen die Clinic-Clowns des Universitätsklinikums Münster (UKM) seit Jahren für heitere Momente auf den Kinderstationen. Jetzt weiten sie ihr Angebot aus: Auch einige Erwachsenenstationen erhalten künftig regelmäßig Besuch von den fröhlichen Figuren.
Wie das UKM in einer Mitteilung erklärt, besuchen Clowns wie Pippo, Lollo oder Professor Spaghetti die kleinen Patientinnen und Patienten jeden Mittwoch. Sie begegnen den Kindern auf Augenhöhe und schaffen durch kleine Shows oder Gespräche Momente der Leichtigkeit – und oft auch Trost in schwierigen Situationen. Dabei gehe es nicht nur um Unterhaltung, sondern auch um die Aktivierung innerer Ressourcen wie Mut und Zuversicht.
Ab sofort sollen auch erwachsene Patientinnen und Patienten vom Besuch der Clinic-Clowns profitieren – etwa einmal im Monat. Gerade für Menschen, die lange stationär behandelt werden oder mit schwerwiegenden Diagnosen konfrontiert sind, seien die Begegnungen mit den Clowns eine willkommene Abwechslung, heißt es in der Medienmitteilung des UKM. „Es muntert einen einfach auf. Genau deshalb ist es auch für Erwachsene wichtig“, wird ein Patient zitiert, der einen Clownsbesuch erlebt hat.
Die Clowns treten den Menschen laut UKM mit viel Achtsamkeit entgegen. Bevor sie ein Patientenzimmer betreten, klopfen sie an, suchen behutsam Kontakt und akzeptieren auch ein Nein. Im Mittelpunkt stehe bei Erwachsenen nicht die klassische Clownsnase, sondern der respektvolle Umgang, so wie Clown „Professor Spaghetti“ es beschreibt: „Viele sind für Neues offen und freuen sich, wenn frischer Wind in den Krankenhausalltag kommt.“
Das neue Angebot ergänze die bisherigen Aktivitäten auf den Kinderstationen, ohne sie zu kürzen. Die Clowns, die teils seit Jahrzehnten in Kliniken und Einrichtungen unterwegs sind, bringen dabei ihre langjährige Erfahrung aus Seniorenheimen und Reha-Zentren mit. Clown Pippo etwa ist seit über 30 Jahren in der Clownarbeit aktiv. Ziel der Besuche sei es, so das UKM, daran zu erinnern, dass Heilung mehr sei als medizinische Versorgung – und dass Freude auch im Krankenhaus Platz haben darf.
