Bischof Genn empfängt Prinz Bernard und die Prinzengarde

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Als Dank für die traditionelle Gastfreundschaft erhielt Bischof Genn den Orden der aktuellen Session sowie eine Flasche Champagner. (Foto: pbm)
Als Dank für die traditionelle Gastfreundschaft erhielt Bischof Genn den Orden der aktuellen Session sowie eine Flasche Champagner. (Foto: pbm)

Begleitet von Fanfarenspiel, Pauken- und Flötenmusik zogen am 23. Januar pünktlich um 11.11 Uhr die Narren der Stadt Münster zum traditionellen Bischofsempfang quer über den Domplatz. An der Tür wartete bereits Bischof Dr. Felix Genn, um Prinz Bernard I., Prinzengarde, Stadtwache und Stadtfanfarenkorps sowie das Jugendprinzenpaar Jule Schmitz und Leon Leifken zu begrüßen.

Während der farbenfrohen Begegnung ließ sich erleben, was Generalprinzmarschall Matthias Christenhusz in seiner Einführung betonte: „Kirche und Karneval gehören zusammen.“ So hätten beide das Ziel, für alle Menschen da zu sein, unabhängig welcher Herkunft oder welcher Hautfarbe, wie es in einer entsprechenden Pressemeldung heißt.

Prinz Bernard I. warf einen Blick in die gemeinsame Geschichte: Vor mehr als 30 Jahren habe erstmals ein amtierender Karnevalsprinz in Münster „die Stufen des Bischöflichen Palais erklommen“. Eine Besonderheit in dieser Session: Die Prinzengarde von 1896 feiert ihr 120-jähriges Jubiläum. „Das ist gemessen an ‚1200 Jahre Bistum Münster‘ oder ‚750 Jahre Paulusdom‘ natürlich wenig, aber die Stadt Münster darf zu Recht stolz sein auf diese großartige Tradition der Prinzen und Rosenmontagszüge, die nur in den beiden Weltkriegen unterbrochen wurde“, erklärte er. In diesen 120 Jahren hätten über 80 Prinzen das närrische Zepter geführt. „Man könnte also etwas kühn behaupten: Auf einen Bischof kommen in Münster im Schnitt zehn Karnevalsprinzen“, ergänzte er mit einem zwinkernden Auge.

Bischof Genn im Gespräch mit Jugend-Prinzessin Jule I. (Foto: pbm)
Bischof Genn im Gespräch mit Jugend-Prinzessin Jule I. (Foto: pbm)

„Egal ob schwarz-weiß, arm-reich, klein oder groß – Münsters Karneval ist grenzenlos“ – Mit diesem Leitwort betonte das Jugendprinzenpaar Jule I. und Leon I. das mehr denn je geforderte offene und vertraute Miteinander in der Gesellschaft. Als Beispiel nannten sie den im Juli stattfindenden Weltjugendtag, zu dem Papst Franziskus alle Jugendlichen der Welt nach Polen eingeladen habe. Junge Menschen würden dann gemeinsam beten, singen und feiern. „Wir als Jugendprinzenpaar möchten ein solches Miteinander stärken.“

Bischof Genn freute sich über die vielen Karnevalisten in seinem Haus und tauschte mit dem Prinzen und der Garde einige launige Worte und Witze aus. Die Narren bekräftigten den Humor des Bischofs dann auch sogleich mit einem lautstarken „Bischof Felix Helau, Münster Helau, Prinzengarde Helau!“

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