
Die Stadt Münster setzt ihre Maßnahmen zum Schutz und zur ökologischen Aufwertung des Aasees fort. Am Freitag (16. Mai) will das Amt für Mobilität und Tiefbau acht neue schwimmende Pflanzenzonen im Uferbereich installieren. Bereits im vergangenen Jahr wurden an denselben drei Standorten auf der Nord- und Südseite des Sees sechs solcher Röhrichtzonen eingerichtet. Nun soll die Fläche dieser schwimmenden Biotope von bisher 60 auf 140 Quadratmeter mehr als verdoppelt werden.
Die Röhrichtzonen, auch als schwimmende Pflanzeninseln bekannt, bieten dank ihres verzweigten Wurzelsystems einen wertvollen Lebensraum für Fische, Wasserorganismen und Insekten. Zudem schützen sie das Ufer vor Wellenerosion und tragen zur natürlichen Reinigung des Wassers bei. „Insgesamt machen die Pflanzenzonen den See dadurch widerstandsfähiger gegen den Klimawandel“, so die Stadt Münster.
Die Maßnahme ist Teil der 2022 beschlossenen Resilienzstrategie und des Handlungskonzepts Aasee. Neben der ökologischen Aufwertung durch Röhrichtpflanzen sieht das Konzept auch eine Regulierung des Fischbestands vor. Denn Friedfische wie Karpfen oder Brassen haben sich im Aasee schon wieder stark vermehrt, was dem Gleichgewicht des Gewässers schadet.
Raubfischbestand wird gezielt gestärkt
Um das Verhältnis zwischen Raub- und Friedfischen wieder ins Gleichgewicht zu bringen, setzt die Stadt auf eine gezielte Besatzmaßnahme. In Zusammenarbeit mit dem Verein für Fischerei und Gewässerschutz Frühauf Münster 1922 wurden in diesem Jahr bereits rund 100.000 Hechtbrütlinge an den Uferbereichen ausgesetzt. In Kürze folgen weitere 1.000 junge Zander.
„Die neuen Röhrichtzonen verstärken die Maßnahmen zum Fischbestand zusätzlich, weil sie die Lebensbedingungen für Raubfische im Aasee verbessern“, heißt es aus dem Amt für Mobilität und Tiefbau. Ziel sei es, auf lange Sicht ein stabiles und naturnahes Gleichgewicht im Ökosystem des Sees herzustellen.

