Westfalen haut auf die Pauke: Die Crème de la Crème des westfälischen Karnevals

Tänzer der KG "Schlossgeister", "NZA", "Zibomo" und "Hillis" zeigten gemeinsam, was Westfalen und Münster drauf haben. (Foto: cabe)
Tänzer der KG „Schlossgeister“, „NZA“, „Zibomo“ und „Hillis“ zeigten gemeinsam, was Westfalen und Münster drauf haben. (Foto: cabe)

Die Wölfe sind los! Genau genommen ein ganzes Rudel. Die „Roten Husaren“ aus Neuenkirchen, ihres Zeichens Deutscher Meister 2015 im karnevalistischen Tanzsport, sind bereits „alte Hasen“ bei der großen TV-Gala „Westfalen haut auf die Pauke“ (WHAP) – und das trotz ihrer wilden Wolfskostüme. Die Crème de la Crème der fünften Jahreszeit gab sich an zwei Abenden in der Halle Münsterland wieder die Ehre, zur Generalprobe und zur Abendshow der großen Fernsehgala. Dort zeichnete der WDR das närrische Spektakel vor rund 1200 Gästen mit den unterhaltsamsten Höhepunkten aus ganz Westfalen auf.

Rund vier Stunden dauerte das Spektakel, bei dem sich an zwei Tagen die besten Sänger, Büttenredner und Tanzgruppen aus der Region präsentierten. Schaurig knurrig und sportlich elegant gaben sich die Junioren der „Roten Husaren“ mit ihrem Showtanz „Wölfe“, bei dem sie in felligem Outfit zu Samba-ähnlichen Rhythmen tanzten. Die großen „Roten Husaren“ lieferten zu fortgeschrittener Stunde einen perfekten Gardetanz in ihren typischen rot-weißen Kostümen – synchron, sportlich und immer lächelnd. Musikalisch war der Auftakt der Gala um Gala-Urgestein und Moderator Dr. Uwe Koch: Alexandra Pietrucha, die Sängerin der Band „Kraut und Rübe“, sang das traditionelle Mottolied „Westfalen haut auf die Pauke“. Die Band selbst war einer der jecken Höhepunkte und begeisterte mit Hits zum Tanzen und Schunkeln aus der fünften Jahreszeit.

Gala-Urgestein und Moderator Dr. Uwe Koch brillierte und präsentierte die Mottolied-Sängerin Alexandra Pietrucha. (Foto: cabe)
Gala-Urgestein und Moderator Dr. Uwe Koch brillierte und präsentierte die Mottolied-Sängerin Alexandra Pietrucha. (Foto: cabe)

Altbekannt ist auch der humoristische Wettstreit mit dem rheinländischen Karneval, den Moderator Koch immer wieder aufflammen lässt. Kündigte der waschechte Westfale in der vergangenen Session frech-fröhlich an „Wir zeigen den Rheinländern, wo der Frosch die Locken hat“, so wolle er diesmal „„die Rheinländer vom Fernsehschirm blasen“, sagte der Sänger und Unterhalter mit einem närrischen Grinsen.

Für Lacher sorgte das Duo „Horst und Hilde“ die mit ihrem Büttenauftritt ihre eigene Herkuft, Bielefeld, auf die Schippe nahmen. Als störrische und ungeschickte Omi gab sich Künstlerin Angelika Gausmann als robuste „Hertha“. Wäre Büttenredner und Karnevals-Komiker Heinrich Schulte-Brömmelkamp (Andre Hölscher) nicht schon mit seiner kernigen Erna verheiratet, Omi Hertha wäre sicher eine geeignete Kandidatin. So erfreute „Heini“, der schon lange nicht mehr von der Bühne der Gala WHAP wegzudenken ist, in altbekannter Manier mit Wortspielen und Anekdoten über das Landleben und seiner derben Landfrau Erna, frei getreu seinem Motto „Liebe vergeht, Hektar besteht“.

Die Jugendgarde der "Roten Husaren" sind zwar auch schon alte Hasen im Karneval, heizten aber als knurrige Wölfe ein. (Foto: cabe)
Die Jugendgarde der „Roten Husaren“ sind zwar auch schon alte Hasen im Karneval, heizten aber als knurrige Wölfe ein. (Foto: cabe)

Auch Prinz Bernard Homann I. machte bei der Fernsehaufzeichnung eine gute Figur. Er präsentierte sein Prinzenlied gemeinsam mit der rockigen Münster-Band „Die Dandys“. Aushängeschild für den westfälischen Karneval war auch die „Münster-Garde“, bei der um die 50 Tänzer aus den münsterischen Gesellschaften der „Schlossgeister“, der „Narrenzunft Aasee“, der „Hitruper Hillis“ Hiltrup sowie der Wolbecker „ZiBoMo Wolbeck“ mit 50 Tänzern die Bühne eroberten.

Übertragen werden die Höhepunkte der Gala am Karnevalsdienstag (9. Februar) im Rahmen der Sendung „Alles unter eine Kappe“ ab 20.15 Uhr zwei Stunden lang im WDR-Fernsehen.

Noch mehr Bilder der großen TV-Gala seht ihr in unserer Bilderstrecke.

 

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