Zwischen Fantasie und Präzision Cavalluna entführt Münster ins „Tor zur Anderswelt“

Ungarische Post mit der Equipe Laury Tisseur. (Foto: Claudia Feldmann)
Ungarische Post mit der Equipe Laury Tisseur. (Foto: Claudia Feldmann)

Mit der aktuellen Produktion „Tor zur Anderswelt“ beweist Cavalluna einmal mehr, warum die Show seit Jahren zu den erfolgreichsten Live-Formaten ihrer Art zählt. In der ausverkauften Halle in Münster trifft spektakuläre Reitkunst auf eine opulent inszenierte Fantasy-Geschichte – getragen von einem Ensemble aus Reitern, Tänzern und insgesamt 56 Pferden.

Im Zentrum der Inszenierung steht die Zauberin Meerin, die durch eine geheimnisvolle Anderswelt reist. Ihre Abenteuer bilden den dramaturgischen Rahmen, der die einzelnen Szenen miteinander verbindet. Dabei setzt Cavalluna weniger auf stringente Erzählung als vielmehr auf eindrucksvolle Bilder und emotionale Momente: Mal geheimnisvoll und ruhig, dann wieder kraftvoll und temporeich. Die eigentliche Stärke der Show liegt in der Vielfalt der Reitkunst. Anspruchsvolle Dressurquadrillen demonstrieren Präzision und perfekte Abstimmung zwischen Reiter und Pferd, während Elemente der Hohen Schule klassische Eleganz auf höchstem Niveau zeigen. Freiheitsdressuren setzen auf Vertrauen und feine Kommunikation, ganz ohne sichtbare Hilfsmittel. Für zusätzliche Spannung sorgen rasante Stunts und actionreiche Einlagen, die das Tempo immer wieder anziehen.

Ergänzt wird das Geschehen durch die Cavalluna Dance Company, die mit choreografierten Tanzsequenzen die Szenen verdichtet und Übergänge fließend gestaltet. Lichtdesign, Musik und Kostüme schaffen dabei eine dichte Atmosphäre, die das Publikum konsequent in die märchenhafte Welt hineinzieht. Die Resonanz in Münster ist entsprechend positiv: Die Halle war gut gefüllt, die Stimmung durchweg begeistert. Gleichzeitig zeigt sich das Publikum differenziert – neben langjährigen Fans verfolgen auch kritischere Zuschauer die Entwicklung der Show.

Freiheitsdressur mit Equipe Bartolo Messina. (Foto: Claudia Feldmann)
Freiheitsdressur mit Equipe Bartolo Messina. (Foto: Claudia Feldmann)

Ein Aspekt, der dabei am Rande thematisiert wurde, ist der Umgang mit den Tieren. Kritik kam in der Vergangenheit zum Beispiel von der Tierrechtsorganisation PETA. Cavalluna verweist darauf, dass die Pferde zwischen den Wochenendauftritten in ihre Stallungen nach Düsseldorf zurückkehren und dort ausreichend Ruhephasen erhalten. Auch auf direkten Kontakt mit den Tieren durch die Zuschauerinnen und Zuschauer nach der Show wird inzwischen verzichtet. Im Vordergrund bleibt jedoch das, was Cavalluna seit jeher ausmacht: die Verbindung aus erzählerischer Fantasie und beeindruckender Reitkunst. „Tor zur Anderswelt“ führt diese Tradition konsequent fort – visuell opulent, technisch anspruchsvoll und mit einem Gespür für große Showmomente.

Die Show „Cavalluna – Tor zur Anderswelt“ tourt aktuell durch Deutschland. Wer sich für die Show interessiert oder Karten buchen möchte, findet alle Infos auf der Webseite des Veranstalters: CAVALLUNA

Fotos: Claudia Feldmann

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