WWU Baskets: Sonntagskrimi in Dresden Erst in der Overtime entscheiden die Baskets das Spiel gegen die Titans für sich

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Wieder einmal spannend machten es die Baskets beim Auswärtsspiel in Dresden. (Foto: Christina Pohler)
Wieder einmal spannend machten es die Baskets beim Auswärtsspiel in Dresden. (Foto: Christina Pohler)

Das war wieder nichts für schwache Nerven: Die WWU BASKETS haben am Sonntag auch die Partie in Dresden noch gedreht und in der Overtime mit 75:67 (33:34, 67:67) für sich entschieden. Kurz vor Ende des dritten Viertels hatte das Team mit Philipp Kappenstein noch mit 11 Punkten zurückgelegen, doch unter anderem dank eines bärenstarken Malcolm Delpeche (25) noch die Wende geschafft. Somit haben die Unistädter nun endgültig das Playoff-Ticket gelöst, daneben den ersten Tabellenplatz verteidigt und sind im neuen Jahr noch ungeschlagen geblieben. Am kommenden Samstag (09.02., 19:30 Uhr) erwartet Münster die Herzöge aus Wolfenbüttel.

Die Gastgeber in Dresden untermauerten von Beginn an, dass sie sich gegen den Tabellenführer viel vorgenommen hatten, um letztlich vielleicht doch noch einen Playoff-Platz ergattern zu können. Binnen zwei Minuten hatten Schmidkunz, Heinonen und Scott das Team von Markus Röwenstrunk mit 10:0 in Führung gebracht. Erst dann markierte Andrej König die ersten Punkte für die Gäste – bezeichnender Weise von der Linie. Denn über weite Strecken des Spiels zeigten die WWU BASKETS sich glücklos im Abschluss, vergaben vor allem am Brett und aus der Halbdistanz viele Möglichkeiten.

Es dauerte bis zur 14. Minute, ehe das Team von Philipp Kappenstein erstmals an diesem Tag in Führung gehen konnte (28:26, Malcolm Delpeche), doch viele Würfe wollten einfach nicht fallen. Die letzten Punkte vor der Halbzeitpause markierte Jan König aus der Distanz.

Im dritten Viertel dann drohte Münster den Anschluss zu verlieren: Per Alley Hoop-Dunk besorgte Robert Kujundzic die höchste Führung der Hausherren (54:43, 29.). Münster starte nun die Aufholjagd, einen 12:0-Run, den Jan König aus der Distanz abschloss. Beinahe sechs Minuten hatten die WWU BASKETS den Gastgebern keine Punkte mehr gestattet. Die Crunchtime verlief dramatisch, doch ein Sieger war in regulärer Spielzeit nicht zu ermitteln.

Beim Stand von 67:67 ging es in die Overtime. Und auch hier wurde das Team von Philipp Kappenstein nochmal seinem Ruf als beste Defense-Mannschaft der Liga gerecht. Dresden gelang nicht ein Punkt in der Verlängerung, während Münster über JoJo Cooper und Malcolm Delpeche einen Vorsprung ausbaute und Delpeche sportlich darauf verzichtete, den letzten Angriff auf den freien Korb mit einem vielleicht demütigenden Dunk abzuschließen. Stattdessen drehte der Powerforward wieder ab, dribbelte Richtung Seitenlinie zum Shake Hands mit den Titanen.

Philipp Kappenstein:

„Anfänglich haben wir uns sehr schwer getan, zwar den 0:10-Rückstand gekontert, sind aber lange hinterhergerannt. Im Endeffekt hat Dresden drei Viertel lang sehr viel Aufwand betrieben, gut gespielt. Aber bei uns läuft es grad einfach, die Mannschaft hat Charakter gezeigt und das Spiel gebogen. Das ist natürlich auch für das Selbstbewusstsein unglaublich cool. Wir haben zum Ende sehr gut gespielt, rausheben muss man sicherlich Malcolm Delpeche oder auch Stefan Weß mit seiner starken 2. Halbzeit.“

WWU: Cooper (17, 9 A.), König, J. (9/3), Weß (8/2), König, A. (6), Hänig (2), Padberg (5/1), Porcher (2), Goolsby (1), Delpeche (25, 10 R.), Geretzki, Funk.

Titans: Nießen (4), Kirchner (2), Schmidkunz (15/1), Kamer (3), Niendorf, Wendler (4), Baues (10), Scott (18), Heinonen (5/1), Heck, Thieme, Kujundzic (6).

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