Wieder Warnstreik am Freitag Stadtwerke Münster erwarten morgen (13. März) deutliche Einschränkungen im Busverkehr / Busse fahren ab Samstagfrüh wieder wie gewohnt

Wegen des Warnstreiks am Freitag erwarten die Stadtwerke deutliche Einschränkungen im Busverkehr. (Archivbild: Thomas Hölscher)
Wegen des Warnstreiks am Freitag erwarten die Stadtwerke deutliche Einschränkungen im Busverkehr. (Archivbild: Thomas Hölscher)

Wer mit dem Bus zur Arbeit oder zur Schule fährt, sollte beachten, dass die Gewerkschaft ver.di morgen (Freitag, 13. März) den Nahverkehr in vielen NRW-Städten bestreikt. Auch Münster wird davon betroffen sein, die Stadtwerke rechnen daher mit deutlichen Einschränkungen auf vielen Stadtbuslinien (1 bis 34 und N80 bis N85). Dort werden bis zum frühen Samstagmorgen um 5 Uhr nur die privaten, nicht zum Streik aufgerufenen Partnerunternehmen der Stadtwerke unterwegs sein.

Da nur die eigenen Mitarbeiter streiken, findet die Hälfte aller regulären Fahrten voraussichtlich statt. Die Stadtwerke betonen aber, dass diese ungleichmäßig über die Linien verteilt sind. Eine Liste aller verkehrenden Busse haben die Stadtwerke auf www.stadtwerke-muenster.de/warnstreik veröffentlicht.

Wie inzwischen gewohnt, werden an Streiktagen die ausfallenden Fahrten in der elektronischen Fahrplanauskunft gestrichen, daher lohnt sich laut Pressemitteilung der Stadtwerke vor Fahrtantritt ein Blick in die Fahrplanauskunft auf www.stadtwerke-muenster.de, in münster:mobil oder münster:app. Hier werden am Freitag nur die fahrenden Busse anzeigt. In anderen Apps werden möglicherweise auch ausfallende Fahrten angezeigt, so dass die Stadtwerke empfehlen, am Streiktag die genannten Systeme zu verwenden.

Forderungen der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft ver.di weist darauf hin, dass die Tarifverhandlungen am 3. März in Bochum in zweiter Runde ohne Ergebnis beendet wurden und ein Angebot der Arbeitgeberseite zu den Forderungen der Beschäftigten weiterhin nicht vorliegt. Stattdessen hätten die Arbeitgeber einen Katalog mit Verschlechterungen vorgelegt, etwa bei der Krankengeldregelung und bei Nachtarbeitszuschlägen.

Im Mittelpunkt der gewerkschaftlichen Forderungen steht eine spürbare Entlastung der Beschäftigten. Dazu gehören insbesondere Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und den Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. Unter anderem fordert ver.di eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von derzeit 39 auf 37 Stunden. Die Tarifverhandlungen sollen ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt werden.

Am Freitag besser auf andere Verkehrsmittel ausweichen

Die Stadtwerke bedauern den Streikaufruf und bitten ihre Fahrgäste, Freitag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Sowohl die Regionalzüge als auch Schnell- und Regionalbusse sind voraussichtlich nicht vom Streik betroffen und verkehren weiter, können aber genau wie die fahrenden Stadtbusse voller sein als gewohnt.

Ab Samstag, 14. März um 5 Uhr fahren die Busse wieder wie gewohnt.

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