Welt-Aids-Tag: Infos und Angebote Gesundheitsamt und Aidshilfe informieren über Behandlungsmöglichkeiten

Das Team der Aidshilfe Münster informiert gemeinsam mit der Ärztin Christine Boldt vom Gesundheitsamt über Testmöglichkeiten und Beratungsangebote (v.l.): Marie Hestermann, David Koch, Christine Boldt, Jan Brinker, Moritz Dreßen, Sebastian Blaume. (Foto: Stadt Münster)
Das Team der Aidshilfe Münster informiert gemeinsam mit der Ärztin Christine Boldt vom Gesundheitsamt über Testmöglichkeiten und Beratungsangebote (v.l.): Marie Hestermann, David Koch, Christine Boldt, Jan Brinker, Moritz Dreßen, Sebastian Blaume. (Foto: Stadt Münster)

Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember erinnern das städtische Gesundheitsamt und die Aidshilfe Münster an ihre kostenlosen und anonymen Beratungs- und Testangebote. Wie beide Einrichtungen in einer gemeinsamen Mitteilung erklären, sollen die Angebote dazu beitragen, HIV frühzeitig zu erkennen und damit sowohl die Gesundheit der Betroffenen zu schützen als auch weitere Übertragungen zu verhindern.

Frühe Diagnosen seien entscheidend, heißt es weiter. Christine Boldt, Ärztin im Gesundheitsamt, betont in der Mitteilung, ein rechtzeitiger Test mit anschließender Behandlung sei der zentrale Schlüssel, um Gesundheit zu erhalten. Moderne Medikamente könnten die Viruslast unterdrücken, die Weitergabe des Virus verhindern und Betroffenen ein gutes, langes Leben ermöglichen. Beratungs- und Testtermine zu sexuell übertragbaren Infektionen lassen sich online, per Mail oder telefonisch vereinbaren. Zusätzlich bietet das Gesundheitsamt dienstags eine offene Sprechstunde ohne Termin an.

Auch die Aidshilfe Münster nutzt den Welt-Aids-Tag, um über HIV und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Wie die Fachstelle für Sexualität und Gesundheit in der Mitteilung ausführt, gehe es vor allem darum, Vorurteile und Fehlinformationen abzubauen. David Koch, Psychologe und Berater bei der Aidshilfe, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass soziale Ausgrenzung für Menschen mit HIV häufig belastender sei als die Infektion selbst, die heute gut behandelbar ist. Aufklärung, ein offener Austausch und der Ausbau lokaler Testangebote seien zentrale Bausteine der Prävention. Sorge bereiteten der Fachstelle jedoch internationale Pläne, wonach das WHO-Programm UNAIDS bis Ende 2026 auslaufen könnte. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gab es in Münster im Jahr 2024 acht registrierte Neuinfektionen, die Gesamtzahl seit 2015 liegt bei 121. Die Stadt verzeichnet demnach eine sinkende Tendenz.

Der Welt-Aids-Tag steht seit 1988 für Solidarität, Aufklärung und den Einsatz gegen Diskriminierung. Rund um den Jahrestag finden in Münster mehrere Aktionen statt, darunter eine Spendensammlung am 29. November, ein Kinoabend im Cinema Münster, ein Adventsfrühstück in der Aidshilfe sowie ein Infoabend zur HIV-Therapie. Zudem stellen sich Beratungsstellen Anfang Dezember beim „Speed-Dating“ am Kolping-Berufskolleg vor. Weitere Informationen bietet das städtische Gesundheitsamt online an.

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