
Mehr als 250 Unterstützerinnen und Unterstützer in einer Woche: Mit dieser Zwischenbilanz ist die Kampagne „Verkehrswende Münster 2026“ der IG Fahrradstadt Münster gestartet. Die Initiative fordert für das kommende Jahr unter anderem mehr Tempo-30-Zonen, entschärfte Kreuzungen und zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. „Dieser schnelle Zuspruch zeigt deutlich, dass die Menschen in Münster bereit für den nächsten großen Schritt in der Verkehrspolitik sind“, erklären die Initiatoren.
Inhaltlich bündelt die Kampagne fünf Forderungspakete. Ein Schwerpunkt liegt auf mehr Sicherheit und aus Sicht der Initiative gerechter verteilten Flächen. Für 2026 verlangt die IG, mindestens zehn Kreuzungen zugunsten von Fuß- und Radverkehr zu entschärfen. Außerdem fordert sie die Aufhebung „illegaler Radwegebenutzungspflichten“ sowie die Abschaffung der Dienstanweisung zum sogenannten „Lewe-Meter“. Der Begriff ist seit Jahren als interne Regelung eigentlich nicht mehr in Kraft, wird von Initiativen aber weiterhin als Schlagwort für eine aus ihrer Sicht zu großzügige Duldung von Gehwegparken verwendet.
„Velorouten reichen uns nicht“
Beim Ausbau der Infrastruktur geht es der IG um höhere Standards. „Velorouten reichen uns nicht“, heißt es. Gefordert wird die Vorplanung „echter Radschnellwege“ sowie der Bau von 3.000 neuen Fahrradstellplätzen. Zudem solle Münster die Aufzüge im Hamburger Tunnel in Betrieb nehmen.
Verkehrsberuhigung
Ein weiteres Feld ist die Verkehrsberuhigung. Tempo 30 soll nach Vorstellung der Initiative vor Kitas sowie Bildungs- und Sozialeinrichtungen eingeführt werden, außerdem innerhalb des Rings. Darüber hinaus fordert die IG, das Parken am Straßenrand in weiteren Stadtteilen grundsätzlich kostenpflichtig zu machen. Auch erste sogenannte Superblocks hält die Initiative für einen nächsten Schritt. Gemeint sind größere Quartiere, in denen der Durchgangsverkehr stark eingeschränkt wird, damit Nebenstraßen ruhiger werden und mehr Raum für Aufenthalt sowie Fuß- und Radverkehr entsteht.
Sanierung der Radwege
Neben Maßnahmen im Straßenraum spricht die IG auch Strukturen in der Verwaltung an. 30 Kilometer Radwege müssten saniert werden – und zwar so, „dass sie nicht nach einem halben Jahr wieder huckelig sind“. Außerdem fordert die Initiative die Einführung eines oder einer „Fahrradbürgermeister*in“. Straßenparkplätze für Autos sollten reduziert werden, mindestens in dem Umfang, wie neue Tiefgaragen-Stellplätze entstanden sind.
Stärkung der Fahrradkultur
Als weiteren Schwerpunkt setzt die Initiative auf die Stärkung der Fahrradkultur. Dazu zählt sie zwei städtische autofreie Tage, klare Regeln für sogenannte Fahrradleichen und bei Großveranstaltungen temporär bewachte Abstellmöglichkeiten. Die Forderungen sind online abrufbar und können dort auch unterstützt werden.
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Wenn solche Rennradfreunde mitteilen, dass die Radwegebenutzung illegal sei, dann sind das in meinen Augen diejenigen, die sich nicht an die StVO halten, rücksichtslos gegen andere sind.
An den Kosten für die Forderungen sollte man diesen komischen Verein beteiligen.
Das fahren auf solchen Strecken macht echt keinen Spaß, wenn man angebrüllt wird Platz zu machen. Chaoten!!!
Wenn ich so Auto fahren würde, stände ich dauernd auf der Hupe.