Vainstream-Wochenende 2026 startet bei Rekordhitze 20-jähriges Jubiläum vom berühmtem Rock- und Metal-Festival

„I Killed the Prom Queen“ spielten am Freitagmittag auf dem Vainstream 2026. (Foto: Fabian Pegel)

Das Festival-Wochenende vom Vainstream 2026 ist gestartet. Die 38°C Höchsttemperatur erinnerten an das bisher heißeste Vainstream 2015. Hinzu kamen auch noch zwei Jubiläen: Das Vainstream feierte sein 20-jähriges und die Halle Münsterland ihr 100-jähriges Bestehen. Und auch die Top-Acts des ersten Tages erfreuten die Rock- und Metal-Szene, darunter All Time Low, Rise Against, Set It Off, Sleep Theory, Social Distortion und Pennywise.

Eröffnet hat das Festival als erste Band „Siamese“ auf der „Murder Redrum Stage“. Eine offizielle Eröffnungszeremonie und Pressekonferenz hielten außerdem Oberbürgermeister Tilman Fuchs, Veranstalter Timo Birth und Skateboarder Titus Dittmann.

Besonders über das Revival der „Münster Monster Mastership“ freute sich Birth, der es als ein „kleines Geschenk an uns selber“ bezeichnete. Zuletzt fand der Skatewettbewerb 2005 statt. Als er ein Jahr später spontan ausfiel, musste ein anderer Verwendungszweck für die bereits gebuchten Bands gefunden werden: So wurde das Vainstream geboren.

Tilman Fuchs erlebte das Festival zum ersten Mal in seiner Rolle als Oberbürgermeister, aber erinnerte sich noch gut an die früheren Skateveranstaltungen. Er selbst habe damals an der Hammer Straße gewohnt und sich immer gefreut, die Skater zu sehen: „Weil das einfach eine coole Atmosphäre war.“

Den diesjährigen Skatewettbewerb sah sich auch das Publikum nostalgisch an. Als der Moderator fragte: „Wer fährt alles Skateboard von euch?“, gingen zunächst nur einige Hände zögernd hoch. Fast alle Hände und Jubel gab es dann allerdings, als er fragte: „Wer von euch ist denn früher mal Skateboard gefahren?“

Erstmals in das Programm des Vainstreams eingebettet, gab es eine Halfpipe mit Skate-Wettbewerb. (Foto: Fabian Pegel)
Erstmals in das Programm des Vainstreams eingebettet, gab es eine Halfpipe mit Skate-Wettbewerb. (Foto: Fabian Pegel)

Besonderer Umgang mit den hohen Temperaturen

Für hohe Temperaturen gewappnet war das Vainstream eigentlich bereits. Dennoch wurden wenige Tage vor Veranstaltungsbeginn noch einige Änderungen bekannt gegeben: Das Mengenlimit für Sonnencreme wurde aufgehoben, es wurden noch mehr Wasserstellen eingeplant, mehr Sonnensegel gespannt und Gäste explizit dazu ermutigt, sich Miniventilatoren mitzunehmen.

Die Schlangen vor den Wasserstellen und Toiletten waren dennoch relativ lang. Das ärgerte einige, war aber bei dem sonst positiven Gesamteindruck kein großer Störfaktor. Vergleichbare Großveranstaltungen wie das Docklands-Festival bieten nämlich nicht mal kostenloses Leitungswasser an.

Für ein cooles Klima sorgte aber nicht nur das Management, sondern auch die Festival-Gemeinschaft unter sich. Im Interview freute sich zum Beispiel Influencerin Sarah Sparklz: „Ich war schon im Moshpit, ich hab Tausend Ellbogen abgekriegt, aber ich wurde aufgefangen – weil die Community einfach die Beste ist.“

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