Universität ruft zum „March for Science“ auf Wissenschaft und Politik sollen Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass Forschung ethisch reflektiert eingesetzt wird

Während 2016 noch rund 600 Personen am „March for Science“ in Münster teilnahmen, waren es 2023 nur wenige Dutzend. Dabei sind die Themen wichtig. (Archivbild: Michael Bührke)
Während 2016 noch rund 600 Personen am „March for Science“ in Münster teilnahmen, waren es 2023 nur wenige Dutzend. Dabei sind die Themen wichtig. (Archivbild: Michael Bührke)

Die Universität Münster ruft zum diesjährigen „March for Science“ auf. Unter dem Motto „Wissenschaft und Sicherheit“ ziehen am 29. Mai Wissenschaftler, Studierende und interessierte Bürger durch die Innenstadt. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem vom AStA der Universität, der Stadt Münster, dem Wissenschaftsbüro der Stadt sowie der FH Münster.

Startpunkt des Demonstrationszuges ist am Freitag um 11.45 Uhr zwischen den beiden Kavaliershäuschen am Schlossplatz. Um 12 Uhr setzt sich der Zug in Bewegung, die Route führt über den Domplatz bis zur Stubengasse. Dort wird die Abschlusskundgebung mit Vertretern der Wissenschaft, der Studierenden und der Stadt Münster gegen 13.30 Uhr enden.

Wissenschaft zwischen Fortschritt und Verantwortung

Im Mittelpunkt des diesjährigen „March for Science“ stehen die Auswirkungen neuer Technologien und globaler Entwicklungen auf Gesellschaft und Forschung.

„Geopolitische Veränderungen und rasante technologische Entwicklungen stellen unsere Gesellschaft und somit auch die Wissenschaft vor neue Herausforderungen“, betont Prof. Dr. Michael Quante, Prorektor für Internationales, Transfer und Nachhaltigkeit der Universität Münster. „Durch Forschung und Innovation – etwa in der Medizin, der künstlichen Intelligenz oder der Gentechnik – leistet die Wissenschaft einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit. Gleichzeitig bergen diese Fortschritte Risiken und Missbrauchspotenziale, mit denen wir uns kritisch auseinandersetzen müssen.“

Gemeinsamer Appell von Wissenschaft und Politik

Aus Sicht der Universität brauche es einen verantwortungsvollen Umgang mit wissenschaftlichen Entwicklungen. Forschung müsse nicht nur Innovation ermöglichen, sondern auch ethisch reflektiert werden.

Es sei notwendig, dass Wissenschaft und Politik gemeinsam Verantwortung übernähmen und dafür sorgten, dass Forschung ethisch reflektiert und strategisch angemessen eingesetzt werde, heißt es im Aufruf des Rektorats.

Mit dem „March for Science“ will die Universität Münster ein Zeichen für die Bedeutung freier Wissenschaft und den gesellschaftlichen Dialog über Forschung und Sicherheit setzen.

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