
Volle Halle, viel Applaus und ein Programm mit hohem Unterhaltungswert: Das „Feuerwerk der Turnkunst“ hat am Freitagabend mit seiner aktuellen Show „wyld“ das Publikum mit einer Mischung aus Turnkunst, Akrobatik, Illusion und Comedy begeistert. Der Abend in der Halle Münsterland setzte auf artistische Höchstleistung und humorvolle Momente und erwies sich dadurch als ebenso abwechslungsreich wie kurzweilig.
Schon zu Beginn rückte Jerry Tremblay in den Mittelpunkt. Zunächst wirkte sein Auftritt am DJ-Pult eher skurril. Im Verlauf des Abends zogen sich seine Nummern wie ein roter Faden durch die Show. Aus komischen, teils bewusst schrägen Szenen entwickelten sich immer wieder überraschende Momente bis hin zur Kunstradakrobatik. Gerade dieses Wechselspiel aus Comedy und Können kam beim Publikum gut an.

„Turnados“ der TG Münster
Für den lokalen Bezug sorgten die „Turnados“ der TG Münster. Die Trainingsgruppe besteht aus Wettkampfturnerinnen und Wettkampfturnern im Alter von 14 bis 24 Jahren. Beim „Feuerwerk der Turnkunst“ standen insgesamt 16 Athletinnen und Athleten auf der Bühne. Gezeigt wurden zwei Shownummern, darunter eine mit Seilchen sowie ein Auftritt am großen Kasten.
Auch darüber hinaus lebte die Show von ihrer großen stilistischen Bandbreite. SoS und Victoria sorgten mit ihren Quick-Change-Illusionen für verblüffte Reaktionen, als in Sekundenschnelle mehrfach die Kleidung wechselte. Später bezogen sie bei der Nummer mit der verschwundenen Jacke sogar einen Gast aus dem Publikum ein. Emilia Dawiec verband beim Hairhanging Luftakrobatik mit Witz und Charme. Die Gruppe „Showproject“ zeigte zunächst Akrobatik auf Tisch und Stühlen und später mit „Barrolin“ einen weiteren Act, der turnerische und akrobatische Elemente miteinander verband. Immer wieder lockerte das DDC Showteam den Abend mit Comedy und Breakdance auf. Gerade diese humorvollen Einschübe taten der Stimmung in der Halle spürbar gut. Das Publikum ging mit – und zwar begeistert.
Zu den Höhepunkten zählte die Rhönrad-Nummer von Konstantin Mouraviev. Seine Verbindung aus Slapstick und Rhönradturnen erwies sich als einer der auffälligsten Publikumserfolge des Abends. Auch die weiteren Acts setzten starke Akzente: Olga und Javier mit einer Luftkettentanznummer, die Kraft und Anmut verband. Olga zeigte später zudem eine elegante Darbietung am Flying Pole. Holler und Carmen brachten Rollschuhakrobatik auf die Bühne, darunter auch einen Doppel-Dental-Spin. Felice Aguilar überzeugte mit einer ästhetischen Spinning-Art-Performance. Shak Alade beeindruckte mit Kontorsion und außergewöhnlicher Körperbeherrschung. Alex und Felice Aguilar setzten mit ihrer Danceakrobatik einen weiteren ruhigen, eleganten Showact.
Starke Bilder und große Vielfalt
Auch in den Umbauphasen blieb die Show in Bewegung. Jerry Tremblay tauchte immer wieder auf, griff die Stimmung im Saal auf und verband die einzelnen Blöcke des Abends miteinander. Gerade dieses Zusammenspiel aus artistischer Klasse, überraschender Komik und charmanter Inszenierung prägte den Charakter der Show. Im Finale bündelte „wyld“ die Stärken des gesamten Abends noch einmal: Tempo, starke Bilder und große Vielfalt. So präsentierte sich das „Feuerwerk der Turnkunst“ als Show, die nicht nur technisch beeindruckte, sondern ihr Publikum vor allem mit Leichtigkeit, Witz und Charme mitnahm.
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