
Die Fachhochschule (FH) Münster sucht gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) Teilnehmer*innen und für eine Studie zur Bedienbarkeit von Apps zur elektronischen Patientenakte (ePA). Gesucht werden Erwachsene ab 18 Jahren aus dem Raum Münster und Steinfurt.
Hintergrund ist, dass die ePA gesetzlich Versicherten seit Ende April 2025 einen schnellen Überblick über Gesundheitsdaten ermöglichen soll. Zur Verwaltung stellen die Krankenkassen jeweils eigene ePA-Apps für Smartphones und Tablets bereit. Forschende des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik der FH Münster untersuchen nun, wie nutzerfreundlich diese Anwendungen sind, wie die FH Münster in einer Medienmitteilung erklärt.
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht vor allem der Registrierungsprozess. „Uns interessiert, wie Nutzer*innen den Registrierungsprozess erleben und welche Erfahrungen sie sammeln“, erläutert Marius Brockhoff, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer SIT. Die App muss dafür nicht auf einem privaten Gerät installiert werden. Brockhoff hat nach eigenen Angaben eine Anwendung entwickelt, die die Oberfläche der ePA-App nachbildet. „Die Proband*innen klicken sich einfach durch und kommentieren, was ihnen durch den Kopf geht.“ Anschließend ist ein Gespräch geplant, in dem die Eindrücke gemeinsam reflektiert werden.
Die Idee zur Studie geht auf Prof. Dr. Christoph Saatjohann zurück, der an der FH Münster im Bereich Embedded Security arbeitet. Er hat sich in der Vergangenheit bereits mit der elektronischen Patientenakte befasst und dabei nach Angaben der Forschenden auch Sicherheitslücken identifiziert. Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung sollen später veröffentlicht und als Grundlage für mögliche Verbesserungen an zuständige Stellen weitergegeben werden.
Die Teilnahme dauert rund eine Stunde. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Termine werden individuell vereinbart, die Studie findet an den FH-Standorten in Münster oder Steinfurt statt. Eine Anmeldung ist online möglich, alternativ können sich Interessierte per E-Mail melden.
