„Tanzende Idioten“ im Pumpenhaus Vorpremiere des neuen Stücks von Kultregisseur Thorsten Lensing am am 7., 8. und 9. Januar

In „Tanzende Idioten“ spielen Ursina Lardi, Karin Neuhäuser, Sebastian Blomberg, André Jung und der Schlagzeuger Willi Kellers Überlebende auf dem Weg zur nächsten Katastrophe. (Foto: David Baltzer)

Kultregisseur Thorsten Lensing kehrt zurück nach Münster. Wie es seit 30 Jahren Tradition ist, präsentiert Lensing sein neues Stück als exklusive Vorpremiere im Theater im Pumpenhaus. In „Tanzende Idioten“ spielt Ursina Lardi die todkranke Goldie. Die Aufführungen am 7., 8. und 9. Januar beginnen jeweils um 20 Uhr.

In „Tanzende Idioten“ spielen Ursina Lardi, Karin Neuhäuser, Sebastian Blomberg, André Jung und der Schlagzeuger Willi Kellers Überlebende auf dem Weg zur nächsten Katastrophe. Die Geschichte zeichnet sich durch eine aberwitzige Mischung aus Zärtlichkeit, Daseinsschmerz und Lebenslust aus.

Im Zentrum steht die todkranke Goldie, gespielt von Ursina Lardi. Die will – in einem Körper, der immer schwächer wird – noch einmal das Beste geben. An ihrer Seite nimmt das Publikum Abschied von den kleinen Freuden des Lebens: Kajakfahrten, schlafenden Hauskatzen, Saunabesuchen, dem Geruch von frischem Holz. Und von einem Traum, der das irdische Dasein überwindet: Einer Landung auf dem Mond.

Anstoß für das Stück waren zwei Sätze des US-amerikanischen Schriftstellers Denis Johnson

Seinen Titel verdankt der Abend Denis Johnson, der zu den bedeutendsten US-amerikanischen Schriftstellern der Gegenwart zählt. Bekannt ist er für seine brutal komische Prosa. Über sich und seine Arbeit sagte Johnson: „Ich würde meine Figuren genauso beschreiben wie mich selbst: Wir sind tanzende Idioten.“ Anstoß für die Entwicklung des Stücks waren zwei Sätze aus einer Erzählung des Autors. Johnson beschreibt darin einen Mann, der im Sterben liegt und Umbaupläne zeichnet. Auf ihm liegt seine Katze und schläft. Mit diesem Stillleben vor Augen schrieb Thorsten Lensing den Text zu „Tanzende Idioten“. In dem greift er immer wieder Formulierungen und Fragmente aus den Werken von Denis Johnson auf.

Kultregisseur Thorsten Lensing und das Theater im Pumpenhaus

Regisseur Thorsten Lensing inszeniert seit Mitte der 1990er-Jahre freie Produktionen, zumeist in Koproduktion mit renommierten Theatern und Festivals. Dabei arbeitet er stets mit einem festen Ensemble. Auf die Romanbearbeitungen von Dostojewskis „Die Brüder Karamasow“ (Friedrich-Luft-Preis 2014) und David Foster Wallaces „Unendlicher Spaß“ (2019 eingeladen zum Theatertreffen) folgten mit „Verrückt nach Trost“ (2022 Uraufführung bei den Salzburger Festspielen) und nun „Tanzende Idioten“ zwei selbstgeschriebene Stücke.

Das Theater im Pumpenhaus gehört zu den ersten freien Theaterhäusern in Deutschland und präsentiert seit 1985 in Münster lokale wie internationale Produktionen der freien darstellenden Künste mit den Schwerpunkten Neues Musiktheater, Performance und Tanz. Vorverkauf online auf www.pumpenhaus.de und an allen VVK-Stellen von localticketing in Münster.

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