Studierende entwickeln Spendenprojekt für Palliativstation

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Drei Projektpartner, ein Ziel (1. Reihe v.l.): von der FH Münster Prof. Martin Weischer vom Fachbereich Architektur, Prof. Dr. Olaf Arlinghaus vom Fachbereich Wirtschaft, Prof. Dr. Rüdiger Ostermann vom Fachbereich Gesundheit und Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski, vom Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup der Ärztliche Direktor Dr. Wolfgang Clasen, von den Domfreunden Peter Glahn und Dr. Stefan Nacke (MdL NRW) sowie die studentische Projektgruppe und weitere Akteure. (Foto: FH Münster/Pressestelle)

Eine Terrasse wäre schön, dachte sich Jens Stegemann. Der 31-Jährige arbeitet auf der Palliativstation des Herz-Jesu-Krankenhauses in Münster-Hiltrup. „Um den Neubau zu finanzieren, sind wir auf Unterstützung angewiesen“, so Nacke. „Aber wie kann man die Aufmerksamkeit für so ein Spendenprojekt wecken?“ Dies zu eruieren ist das Ziel einer studentischen Projektgruppe des Fachbereichs Wirtschaft, die im Sommersemester unter der Leitung von Prof. Dr. Olaf Arlinghaus ein Konzept entwickelt, das die Finanzierung für den Bau der Station ermöglicht. 

Die der Palliativstation im Herz-Jesu-Krankenhaus können nicht mal zwischendurch an frischer Luft die Jahreszeiten genießen. Sie sind auf Angehörige angewiesen, die dafür die Zeit finden. „Eine neue, optimierte Palliativstation könnte dies bieten“, so Jens Stegemann, der seit zwölf Jahren Schwerstkranke betreut.

Die Gedanken äußerte der Krankenpfleger in seinem Verein Domfreunde – und stieß bei Peter Glahn und MdL Dr. Stefan Nacke, ebenfalls Vereinsmitglieder, auf offene Ohren. Doch einen Neubau zu finanzieren, dafür sahen sie keine Chance. Glahns Idee: mit der Hochschule zu kooperieren, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Neubau zu schaffen.

Studierende der FH Münster eruieren jetzt, wie man die Aufmerksamkeit für so ein Spendenprojekt wecken kann. „Ob dies dann Crowdfunding, Fundraising, Sponsoring wird, ist noch offen“, sagte Arlinghaus beim ersten Treffen aller Beteiligten. Bereits im Juni präsentieren sie ihr Konzept.

Im darauffolgenden Semester geht es weiter: Mit ins Boot kommen Studierende der Fachbereiche Architektur und Gesundheit. Sie entwickeln – in enger Absprache mit den Beteiligten des Krankenhauses – die architektonischen Ideen unter Berücksichtigung der gesundheitswissenschaftlichen und pflegerischen Aspekte. Das Krankenhausteam, so der Ärztliche Direktor, Dr. Wolfgang Clasen, verspricht sich „von der Zusammenarbeit mit der Hochschule eine ideale Palliativstation“.

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