
Am 3. Oktober wird die 20. Ausgabe des Sparkassen Münsterland Giro ausgetragen. Zum Jubiläum führt das Profirennen erstmals von Borken nach Münster. Auf die Fahrer warten 200 Kilometer mit einem anspruchsvollen Mittelteil in den Baumbergen.
Für das Rennen haben sich erneut zahlreiche Mannschaften aus der internationalen Spitze angekündigt. Zwölf Teams aus der UCI WorldTour, der höchsten Liga des internationalen Radsports, treffen auf acht ProTeams und drei deutsche UCI-Continental-Teams.
Der Start erfolgt in diesem Jahr erstmals in Borken. Von dort führt die Strecke zunächst nach Norden. Im Kreis Borken wird eine rund 37 Kilometer lange Runde anderthalb Mal gefahren, anschließend geht es weiter in Richtung Kreis Coesfeld.
In der zweiten Rennhälfte wartet der anspruchsvollste Abschnitt. Auf rund 70 welligen Kilometern durch die Baumberge müssen die Fahrer mehrere kurze und steile Anstiege bewältigen. Anschließend bleiben noch etwa 50 weitgehend flache Kilometer bis Münster.

Entscheidung vor dem Schloss?
Wie in den vergangenen Jahren dürfte die Entscheidung auf der Zielrunde durch die Münsteraner Innenstadt fallen. Das Ziel befindet sich vor dem Schloss. Für das Jubiläumsrennen wird insbesondere ein Sprint-Finale erwartet.
Zu den gemeldeten Fahrern gehört Jasper Philipsen. Der Belgier gewann den Münsterland Giro bereits 2024 und 2025 und könnte mit einem dritten Sieg in Folge einen Hattrick schaffen.
Konkurrenz bekommt Philipsen unter anderem von Tim Merlier und Matthew Brennan. Die drei Sprinter trafen in dieser Saison bereits mehrfach aufeinander. Auch beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix standen sie zuletzt gemeinsam im Mittelpunkt.
Merlier und Philipsen lieferten sich dabei in dieser Saison mehrere direkte Duelle. Während Philipsen im direkten Vergleich knapp vorne liegt, hat Merlier mehr Saisonsiege vorzuweisen. Noch erfolgreicher war der erst 21-jährige Brite Brennan. Er kommt mit fünf Etappensiegen bei der diesjährigen Vuelta a España ins Münsterland.
Ob die Sprinter tatsächlich um den Sieg kämpfen können, hängt allerdings auch davon ab, wie das Rennen über die Anstiege in den Baumbergen verläuft.
