Siebenfacher Geparden-Nachwuchs im Allwetterzoo Gepardin Alba hält ihren Nachwuchs noch gut versteckt

Die kleinen Geparden sind aktuell für die Zoobesucherinnen und -besucher nur selten zu sehen. (Foto: Allwetterzoo/Arlt)
Die kleinen Geparden sind aktuell für die Zoobesucherinnen und -besucher nur selten zu sehen. (Foto: Allwetterzoo/Arlt)

Im Allwetterzoo Münster gibt es seltenen Nachwuchs: Geparden-Katze Alwa hat am 7. Juli sieben Jungtiere zur Welt gebracht. Noch hält die Mutter ihren Nachwuchs gut versteckt, sodass Besucher die kleinen Raubkatzen bislang nur mit etwas Glück zu Gesicht bekommen. In einigen Wochen sollen die Jungtiere regelmäßig auf der Außenanlage zu beobachten sein.

Für das Zoo-Team ist der Wurf eine Besonderheit. „Sieben Jungtiere bei Geparden sind sehr selten und verlangen der Mutter entsprechend viel ab“, sagt Zootierarzt Dr. Carsten Ludwig. Die Jungtiere wurden inzwischen erstmals tierärztlich untersucht, gewogen, entwurmt und mit Transpondern versehen. Nach Angaben des Zoos entwickeln sie sich bislang gut und liegen alle in einem altersgerechten Gewichtsbereich. Ursprünglich hatte Alwa sogar acht Jungtiere geboren. Eines der Jungtiere überlebte jedoch nicht. Das sei bei einem so großen Wurf nicht ungewöhnlich, erklärt Ludwig. Auch in freier Wildbahn würden bei dieser Wurfgröße häufig nicht alle Jungtiere durchkommen. „Geparden haben in der Regel nur sechs Zitzen und ziehen deshalb meist höchstens sechs Jungtiere erfolgreich auf“, so der Zootierarzt.

Das Team des Allwetterzoos freut sich über den seltenen Nachwuchs. (Foto: Allwetterzoo/Arlt)
Das Team des Allwetterzoos freut sich über den seltenen Nachwuchs. (Foto: Allwetterzoo/Arlt)

Im Allwetterzoo hofft man dennoch, dass alle sieben verbliebenen Jungtiere aufwachsen. Die engmaschige tiermedizinische Betreuung und die guten Haltungsbedingungen sollen dafür die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen. Bei der ersten Untersuchung wurde zudem das Geschlecht bestimmt: Der Wurf besteht aus sechs Männchen und einem Weibchen. Für Alwa und Geparden-Kater Sambesi ist es bereits der zweite gemeinsame Nachwuchs. Ihr erster Wurf mit fünf Jungtieren wurde im September 2024 geboren. Die Tiere mit den Namen Frodo, Sam, Merry, Pippin und Rosi leben inzwischen in anderen zoologischen Einrichtungen.

Die Nachzucht gilt als wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Geparde werden von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als gefährdet eingestuft. Nach der bislang jüngsten Bestandserhebung aus dem Jahr 2021 lebten weltweit nur noch rund 6.500 erwachsene Tiere in freier Wildbahn. Erhaltungszuchten in wissenschaftlich geführten Zoos sollen dazu beitragen, die Population langfristig zu sichern.

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