
Das Theater Freuynde + Gaesdte bringt Daniel Defoes berühmte Romanfigur ins Weltall. Mit „Planet Robinson“ gastiert die Produktion am 13. und 14. Februar jeweils um 19.30 Uhr sowie am 15. Februar um 18 Uhr im LWL-Planetarium in Münster.
Die etwa einstündige Inszenierung richtet sich an Zuschauer ab zwölf Jahren. Auf der Bühne stehen Helge Salnikau und Zeha Schröder. Ergänzt wird das Spiel durch digitale Avatare von Gabriele Brüning, Andreas Ladwig und Anke Winterhoff, die in die Projektionen des Planetariums eingebunden sind.
Vom Schiffbruch zur Disziplinarkommission
Die Geschichte verlegt das bekannte Robinson-Motiv ins Jahr 2150. Robinson wurde von einem lebensfeindlichen Planeten gerettet – doch anders als bei Defoe endet sein Abenteuer damit nicht. In einer Zukunft mit intergalaktischen Vorschriften und Regularien muss sich der Raum-Schiffbrüchige vor einer Disziplinarkommission verantworten.
Ob es sich bei seinen Befragern um reale Menschen, Avatare oder Künstliche Intelligenzen handelt, bleibt zunächst unklar. Die Situation nimmt zunehmend die Züge eines Verhörs an. In Rückblenden und Zeugenaussagen entfaltet sich eine Geschichte, die das Motiv der Robinsonade in eine dystopische Zukunft überträgt.
Theater zwischen Mensch und Maschine
Die Inszenierung verbindet Schauspiel mit Animationen und KI-generierten Figuren. Die Projektionen stammen von Matthias Ries in Zusammenarbeit mit C. Hintzmann, M. Seeberger und M. Wild. Für Musik und Klanggestaltung wird unter anderem die Filmmusik von „Lautlos im Weltraum“ verwendet.
Text und Medienkonzept entwickelte Zeha Schröder, Regie führt Anke Winterhoff.
Termine und Tickets
Die Vorstellungen finden im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde, Sentruper Straße 285, statt.
Tickets kosten 25 Euro, ermäßigt 15 Euro, und sind ausschließlich über den Onlineshop von Freuynde + Gaesdte erhältlich.
Am Museum stehen kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung (5 Euro Tagesgebühr).
