Protest vor CDU-Büro in Münster geplant „Klare Kante gegen Rechts. Nie wieder ist jetzt!“

Zuletzt wurde vor der Bundestagswahl 2025 vor der CDU-Zentrale in Münster demonstriert. (Foto: Julius Gau)
Zuletzt wurde vor der Bundestagswahl 2025 vor der CDU-Zentrale in Münster demonstriert. (Foto: Julius Gau)

Für Freitag (25. Juli) ist eine Demonstration vor dem CDU-Kreisverbandsbüro in der Mauritzstraße in Münster angemeldet. Anlass ist der „rechtsradikale Kurs der CDU“, dem sich die Kundgebung entgegenstellen soll. Besonders im Fokus steht CDU-Fraktionschef Jens Spahn, der unter anderem wegen seiner Rolle in der sogenannten Maskenaffäre und einem internen Abstimmungsskandal parteiintern unter Druck geraten war.

„Ich habe es getan – das erste Mal in meinem Leben. Ich habe eine Demo angemeldet“, schreibt Kommunikationsberater und Influencer Marc Raschke Raschke in einem Beitrag auf seinen Social Media Accounts. Die Demonstration richte sich gegen eine Politik, die auf Spaltung der Gesellschaft setze und rechtsextreme Kräfte stärke. Jens Spahn habe mit seinem Verhalten „massiv unsere Demokratie beschädigt“, unter anderem im Zusammenhang mit der Beschaffung von Masken in der Corona-Pandemie sowie bei der parteiinternen Abstimmung zur Wahl der Verfassungsrichterin Brosius-Gersdorf. „Es darf nicht sein, dass so jemand noch in Amt und Würden ist“, so Raschke. Spahn müsse dringend zurücktreten, um das Vertrauen in das demokratische System zu erhalten.

Kritik äußert Raschke auch an der CDU Münster. Sie sei derzeit die einzige Partei in der Stadt, die im laufenden Kommunalwahlkampf nicht ausschließt, bei Podiumsdiskussionen mit der AfD aufzutreten. Damit biete sie dieser „Legitimation und Bühne“. Raschke fordert eine klare Abgrenzung: „Klare Kante gegen Rechts. Nie wieder ist jetzt!“ Die Kundgebung, die am Freitag um 17:00 Uhr stattfinden soll, versteht sich ausdrücklich als Veranstaltung der Zivilgesellschaft. Politikerinnen und Politiker sollen keine Redebeiträge halten. Stattdessen sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, zu sprechen – etwa darüber, was mit den in der Maskenaffäre verlorenen Steuergeldern hätte sinnvoll finanziert werden können. Interessierte können sich im Vorfeld melden.

Marc Raschke ist Journalist, Kommunikationsberater und Gründer einer PR-Agentur. Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Kulturwissenschaften in Münster und arbeitete zunächst als Redakteur, bevor er 2013 die Leitung der Unternehmenskommunikation des Klinikums Dortmund übernahm. Während seiner Tätigkeit wurde das Klinikum mehrfach für seine Öffentlichkeitsarbeit ausgezeichnet. Seit der Corona-Pandemie tritt Raschke verstärkt als Aufklärer in sozialen Medien auf. Heute ist er bundesweit als Redner, Berater und Medienexperte tätig.
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