Neuer Wohnraum für Azubis und Studis Mit dem OXCamp entstehen auf dem Oxfort-Gelände 42 Wohnungen für Auszubildende und Studierende

Verantwortliche der Stadt Münster, der OXCamp eGbR, der WIN, des JAZ und der Caritas haben heute die Vereinbarungen für ihre Zusammenarbeit unterschrieben. (Foto: Wolkje Lenz)
Verantwortliche der Stadt Münster, der OXCamp eGbR, der WIN, des JAZ und der Caritas haben heute die Vereinbarungen für ihre Zusammenarbeit unterschrieben. (Foto: Wolkje Lenz)

Auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne entstehen 42 Wohnungen für junge Menschen. Die OXCamp eGbR und ihre Kooperationspartner haben heute Vereinbarungen für ihre Zusammenarbeit unterzeichnet – und eine bereits fertiggestellte Muster-WG präsentiert.

Wo früher Soldaten untergebracht waren, sollen nun Auszubildende und Studierende ein bezahlbares Zuhause finden. Die OXCamp eGbR verwandelt ein Gebäude der ehemaligen Oxford-Kaserne in Gievenbeck in ein Wohnhaus für 183 junge Menschen. Der Abschluss der Bauarbeiten ist zwar erst für nächstes Jahr geplant, am heutigen Mittwoch jedoch unterschrieben die Kooperationspartner WIN (Wirtschaftsinitiative Münster), die Caritas und das JAZ (Jugendausbildungszentrum) die Vereinbarungen für ihre Zusammenarbeit – und präsentierten eine bereits fertiggestellte Muster-WG.

Ein Blick in die Muster-WG

Betritt man die Wohnung im Erdgeschoss des Gebäudes, wird man von einem einladenden Flur begrüßt, an dessen Seiten sich die fünf Bewohnerzimmer befinden. Jedes davon ist mit einem Kleiderschrank, einem Schreibtisch und einem 120 × 200 Zentimeter großen Bett ausgestattet. „Hier wird noch einiges ausprobiert“, berichtet Heike Czaykowski von der OXCamp eGbR. Die Muster-WG wird auch genutzt, um endgültige Entscheidungen über die Ausstattung zu treffen. So ist hier jedes Zimmer in einer anderen Farbe gestrichen und mit leicht unterschiedlichen Möbeln ausgestattet. Neben den Bewohnerzimmern befinden sich zwei Bäder und eine Küche mit Elektrogeräten. „Einen Airfryer gibt es auch, das mögen die jungen Leute“, lacht Czaykowski. Dafür müssen sie aber auf eine Spülmaschine verzichten.

Zimmer für unter 500 Euro im Monat

Die Muster-WG ist die größte der insgesamt 42 Wohnungen, die in dem alten Gebäude entstehen sollen. Eines der Zimmer in der Muster-WG misst stolze 20 Quadratmeter, alle Zimmer sind jedoch mindestens 14 Quadratmeter groß, erzählt Czaykowski. Trotzdem zahlen alle zukünftigen Mieter das Gleiche: 230 Euro Kaltmiete, 45 Euro für die Möbel und 20 Euro für das Internet – macht 295 Euro monatlich. Dazu kommen Nebenkosten, deren Höhe noch nicht feststeht. Wichtig ist den Vermietern jedoch, die Miete unter 500 Euro im Monat zu halten.

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Das OXCamp soll sich gezielt an Auszubildende richten, aber auch Studierende sollen hier unterkommen. Eine Mischung aus etwa drei Vierteln Auszubildenden und einem Viertel Studierenden soll entstehen. Ob diese sich auch WGs miteinander teilen sollen, ist noch nicht entschieden. Neben den WGs entstehen zwei gemeinsame Aufenthaltsräume, Vortrags- und Tagungsräume, Lernräume, Waschräume und ein Außenbereich.

In den Obergeschossen des Gebäudes sind die Bauarbeiten noch in vollem Gange. Sie sollen im Sommer nächsten Jahres beendet werden. (Foto: Wolkje Lenz)
In den Obergeschossen des Gebäudes sind die Bauarbeiten noch in vollem Gange. Sie sollen im Sommer nächsten Jahres beendet werden. (Foto: Wolkje Lenz)

Gefördert wird das Projekt vom Amt für Wohnungswesen. Außerdem investiert die OXCamp eGbR. Die heute unterschriebenen Vereinbarungen legen die Bedingungen für weitere Kooperationspartner fest. So ist die Caritas für die pädagogische Betreuung und das Freizeitangebot zuständig, und die WIN sorgt dafür, dass 100 der Bewohnerplätze direkt durch Unternehmen belegt werden, die ihre Auszubildenden dort unterbringen können. Darüber hinaus soll ein Bewohnerbeirat die Beteiligung der Bewohner sicherstellen.

Fertigstellung für Sommer 2027 geplant

Bis zur Fertigstellung aller Wohnungen im Sommer nächsten Jahres ist es noch ein weiter Weg, zeigt ein Blick auf die Baustelle im Obergeschoss. Das denkmalgeschützte Gebäude stellt die Bauherren vor einige Herausforderungen. Doch das Projekt liegt gut in der Zeit, versichern sie. Und die Unterzeichnung der Kooperationsverträge ist ein großer Meilenstein für das gemeinsame Vorhaben, findet Czaykowski.

 

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Ein Kommentar

  1. Ein tolles Wohn – Projekt!
    Auch, weil es genau da ansetzt, wo großer Bedarf besteht.

    Anhand der Raumbeschreibung scheint das Fällen des alten Baumbestand vor dem Gebäude nicht notwendig zu sein. Das ist eine der besten Entscheidungen ;-))

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