
Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) hat sich am Mittwochabend nach 16 Jahren Amtszeit in seiner letzten Ratssitzung offiziell verabschiedet. Lewe dankte den Ratsmitgliedern für das konstruktive Miteinander in den vergangenen Jahren. „Wir haben oft hart in der Sache diskutiert, aber fast immer fair im Ton“, sagte er. Entscheidungen seien gemeinsam getroffen und auch gemeinsam verantwortet worden. Man habe Brücken gebaut, aber auch rote Linien klar benannt.
Lewe betonte dabei die Bedeutung der Kommunalpolitik: Sie sei die „demokratische Grundversorgung – nah, konkret, unersetzlich“. Dieses Engagement verdiene nicht nur höflichen Beifall, sondern aufrichtige Anerkennung und Unterstützung. Der scheidende Oberbürgermeister machte deutlich, dass er der Stadt keine fertigen Lösungen hinterlasse. Große Herausforderungen wie Klimawandel, bezahlbarer Wohnraum, Migration, Integration, Fachkräftemangel und Digitalisierung müssten auch in Zukunft vor Ort Schritt für Schritt bearbeitet werden. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Rat weiterhin Entscheidungen treffen werde, die Münster voranbringen. Münster sei eine Stadt, die „nicht die lauteste Stimme belohnt, sondern das tragfähigste Argument“, so Lewe.
In seiner Abschiedsrede würdigte Lewe auch die Arbeit der Verwaltung. Diese sei oft nur dann sichtbar, wenn etwas nicht funktioniere, bleibe aber meist unsichtbar, wenn – wie in der Regel – alles reibungslos laufe. Besonders hob er das Amt für Bürger- und Ratsservice hervor, das die Rats- und Ausschusssitzungen koordiniert und wie ein „präzises Uhrwerk im Hintergrund des demokratischen Alltags“ arbeite.
Lewe war seit dem 21. Oktober 2009 Oberbürgermeister der Stadt Münster und wurde 2015 sowie 2020 wiedergewählt. Bei der Kommunalwahl am 14. September 2025 tritt er nicht erneut an. Bis zum Amtsantritt seiner Nachfolgerin oder seines Nachfolgers am 1. November bleibt er im Amt. An dieser Stelle stellen wir euch die Kandidat*innen vor.
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