Neues Leben am Hafen: Dieks’ Kaffee & Curry  Am Donnerstag fiel am Hafenweg 26 der Startschuss für das „Dieks’ Kaffee & Curry am Hafen“

Uwe Dieks (m.) mit seinen Mitarbeitern Jovana Boysen und Frank Kannengießer. (Foto: Christian Menz)
Uwe Dieks (m.) mit seinen Mitarbeitern Jovana Boysen und Frank Kannengießer. (Foto: Christian Menz)

Bei „Dieks’ Kaffee & Curry am Hafen“ handelt es sich um den stationären Ableger des gleichnamigen Betriebs vom Wochenmarkt auf dem Domplatz. Das Kaffee & Curry ist bekannt für sein westfälisches Frühstück mit münsterländischem Knochenschinken und Zwiebelmett, für den Allzeit-Klassiker „Pommes-Currywurst“ und für ein grundsolides Angebot an Kaffeespezialitäten. Seit jeher wird dabei großer Wert auf die Qualität der Grundzutaten und auf Regionalität gelegt. Wenn möglich, auch aus biologischem Anbau oder aus zertifizierter Produktion.

Regional, bio und mit viel Liebe zum Detail

Markenzeichen: Mett-Brötchen und leckerer Kaffee. (Foto: Christian Menz)
Markenzeichen: Mett-Brötchen und leckerer Kaffee. (Foto: Christian Menz)

So gibt es Bio-Espresso von der Roestbar, Bio-Milch oder Haferdrink, Biobrausen und auch regionale Topqualität vom Hof Holstiege, von der Metzgerei Laurenz Koch oder vom Gut Kiebitzhof. Die hausgemachte Currysauce mit fruchtiger Grundnote und einem Hauch Anis, die Fritten nur frisch, niemals aus der Tiefkühlung und frittiert in Erdnussöl, dazu ausschließlich vegane Mayo. Viele kleine Details machen hier den Unterschied. Das gilt auch für die Mitarbeiter. Man merkt dem Team an, dass sie nicht nur schnell einen Kaffee verkaufen oder ein „Menü-Weiß“ servieren wollen. Sie wollen liefern, sie wollen performen, und sie tun das mit Freude und einem hohen Anspruch an sich selbst.

Zunächst nur an zwei Tagen geöffnet

Genau deshalb startet das Kaffee & Curry am Hafen vorerst nur an zwei Tagen in der Woche: montags und donnerstags von 9 bis 15 Uhr. Die Gründe dafür sind der verspätete Start, da man ursprünglich im April eröffnen wollte, die inzwischen begonnenen Sommerferien und der Mangel an Fachpersonal. Zukünftig, spätestens mit Beginn des neuen Schuljahres, wird das Kaffee & Curry von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 15 Uhr Frühstück und Mittagstisch anbieten. An allen Abenden in der Woche und am Wochenende steht das Lokal am Hafenweg 26 außerdem für Events, Ausstellungen, Lesungen, „Tiny-Desk“-Konzerte sowie für private und öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung. Damit ist eine weitere Besonderheit genannt, die das Kaffee & Curry am Hafen von einer „gewöhnlichen“ Pommesbude unterscheidet. Das kleine Ladenlokal am Hafenweg wird seit über 25 Jahren gastronomisch genutzt. Doch aus Sicht der heutigen Betreiber wurde das Potenzial dieser unscheinbaren, aber architektonisch sehr reizvollen Immobilie nie voll ausgeschöpft.

Ein Raum mit Geschichte

Das „Dieks’ Kaffee & Curry am Hafen“ wurde grundlegend umgebaut.(Foto: Christian Menz)
Das „Dieks’ Kaffee & Curry am Hafen“ wurde grundlegend umgebaut.(Foto: Christian Menz)

So wird die Ausrichtung der Fassade zum Hafenweg hin oft als vermeintlich schlechtere Lage bewertet, wenn man sich dem Wettbewerb der wasserseitigen Gastroszene stellen will. Das bisherige Nutzungskonzept und die räumliche Gestaltung der ehemaligen Hafenbar entsprachen einer klassischen Kneipe oder Bar, einem Trinkerfachgeschäft mit Snackangebot. Dabei kam nie richtig zur Geltung, dass der eigentliche Gastraum eine nach drei Seiten offene Fläche bildet: freitragend, fast schwebend und am Tag wunderbar von Licht durchflutet. Anfang 2026 war damit Schluss. Das Ladenlokal wurde komplett entkernt. Die Theke, die typische Ausstattung mit Barhockern, Bänken und Tresen – alles raus. Geblieben sind der schöne Eichenparkettboden und die Sichtbetondecke. Die Ausstattung und Gestaltung des Kaffee & Curry ist heute komplett anders. Die Theke besteht aus alten Flightcases und einer Zechenwerkbank. Der Gastraum ist mit langen Stehtischen, hellem Holz und viel Licht gestaltet. Die Küche ist offen und funktional.

Mobil, offen und wandelbar

Das Besondere: Küche, Theke und Tische stehen auf Rollen. Alles ist mobil und flexibel stellbar. Kombiniert und dekoriert ist das Ganze mit vielen sinnlosen, alten, wertigen, einmaligen und schönen Dingen aus vielen Jahrzehnten, aus dem Leben des Betreibers, von Freunden, Unbekannten oder irgendwoher. Aber immer verbunden mit einer Geschichte. Die wird seit gestern am Hafen weitergeschrieben. Und dazu gibt es guten Kaffee, gute Fritten, gute Wurst und …

… eine gute Zeit!

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