
Die Raphaelsklinik in Münster zeigt ab sofort vier großformatige Gemälde der verstorbenen Künstlerin Ludmilla von Arseniew. Die Arbeiten sind im Bereich der Patientenaufnahme öffentlich zugänglich und gehen in den Besitz der Klinik über. Damit folgt die Präsentation dem ausdrücklichen Wunsch der Künstlerin, ihre Werke einem breiten Publikum niedrigschwellig zugänglich zu machen.
Ludmilla von Arseniew wurde 1939 im polnischen Wilna geboren. Sie studierte unter anderem Kunstgeschichte, Romanistik und Philosophie sowie an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Später wirkte sie viele Jahre als Professorin an der Kunstakademie Münster und gehörte zu den Gründungslehrenden, die den Ruf der Institution mitprägten. Ihr Werk bewegt sich zwischen Landschaft, Natur und Licht und verbindet reale Eindrücke mit einer eigenständigen, oft poetischen Bildsprache. 2022 starb die Künstlerin in Griechenland.
Ruhepunkte im Klinikalltag
Die nun in der Raphaelsklinik präsentierten Werke zeichnen sich durch ihre großformatige Präsenz aus. In Farbräumen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion eröffnen sie neue Perspektiven auf Wahrnehmung und Stille. Gerade im Krankenhaus befinden sich viele Menschen in einer persönlichen Ausnahmesituation, geprägt von Unsicherheit, Anspannung oder Sorge. Die stille, atmosphärische Wirkung der Bilder soll diesen Momenten bewusst etwas entgegensetzen und Orte der Ruhe, des Innehaltens und der gedanklichen Entlastung schaffen.
„Mit der Präsentation dieser Arbeiten möchten wir einen Raum schaffen, der nicht nur ästhetisch bereichert, sondern auch emotional unterstützt“, erklärt Regionalgeschäftsführer Maik Büscher. „Die Bilder von Ludmilla von Arseniew strahlen eine besondere Ruhe aus, die Patientinnen und Patienten ebenso wie Mitarbeitenden und Besuchenden zugutekommt. Wir danken den Erben des künstlerischen Nachlasses für ihr Vertrauen und die Möglichkeit, dieses Werk in unserer Klinik dauerhaft erlebbar zu machen“, freut sich Pflegedirektor Werner Murza über die vier neuen Werke. Die Arbeiten „Zirrus“ (1968), „Verzweigt“ (1993), „Und steigt und steigt“ (2014) sowie „Totenstille Sonne“ (2021) sind im Bereich der Patientenaufnahme öffentlich zugänglich.
