
Auch 2026 präsentiert Manfred Wex unter dem Motto „Jazz im Westfälischen Kunstverein“ wieder einige interessante Konzerte im Auditorium des LWL-Museums für Kunst und Kultur am Domplatz. Eröffnet wird die diesjährige Reihe von einem Musiker, der in der münsterschen Jazz-Szene kein Unbekannter ist: Der aus Hamm stammende Pianist Bene Aperdannier stellt am Samstag, 24. Januar, sein neues Projekt vor, ein Trio jenseits klassischer Formate.
Mit dem neuen Projekt geht der Pianist und Komponist Bene Aperdannier bewusst einen anderen Weg als im klassischen Piano-Trio. Statt Bass setzt er auf die Kombination von Klavier und Keyboards mit Gitarre und Schlagzeug. Gemeinsam mit dem Gitarristen Christian Kögel und dem Schlagzeuger Bernd Oezsevim soll so ein offenes Klangbild entstehen, das Raum für Groove, Struktur und Improvisation lässt.
Aperdannier beschreibt das Zusammenspiel als ein Jonglieren „mit dem Klangkosmos von Christian Kögel und den farbenfrohen Grooves von Schlagzeuger Bernd Oezsevim“ und ergänzt: „Da war so viel Musik in mir, das musste jetzt endlich mal raus.“
Wurzeln im Jazz, offen für viele Einflüsse
Bene Aperdannier lebt seit 1989 in Berlin, wo er er an der Hochschule der Künste bei dem Jazzpianisten Walter Norris studierte. Nach dem Studium entwickelte er eine eigene musikalische Handschrift, die zwar im Jazz verwurzelt ist, sich aber ebenso aus Soul, Pop und Rock speist.
Diese Offenheit spiegelt sich auch in seiner Laufbahn wider. Neben Auftritten mit internationalen Jazzmusikern wie Till Brönner, Dave Binney oder James Morrison arbeitete Aperdannier mit Künstlern aus sehr unterschiedlichen musikalischen Zusammenhängen zusammen, darunter Jocelyn B. Smith, Joy Denalane, Udo Lindenberg, Nina Hagen oder Die Fantastischen Vier. Zudem machte er sich als Pianist und Arrangeur für Sänger einen Namen, besonders durch die Zusammenarbeit mit der argentinischen Sängerin Lily Dahab.
Resonanz aus der Jazzszene
Die Premiere des neuen Trios fand bereits in Berlin statt. Der renommierte Jazzjournalist Wolf Kampmann sah darin eine besondere Entwicklung: „Mit dem Bene Aperdannier Trio zeichnet sich eine neue Supergroup auf dem Berliner Jazzparkett ab. Tastenzauberer Aperdannier bricht in ein Reich der puren Klangmagie auf. Er hat das Zeug mit seiner Musik ganz weit vorne mitzuspielen in Deutschland.“
Im Rahmen einer Deutschlandtour führt der Weg des Trios nun nach Münster. Das Konzert im Westfälischen Kunstverein bietet die Gelegenheit, die neue Formation erstmals vor Ort zu erleben.
Bene Aperdannier Trio
Bene Aperdannier – piano, rhodes, midi keyboard
Christian Kögel – git, baritone git, dobro
Bernd Oezevim – drums, percussion, Glockenspiel
Termin: Samstag, 24. Januar, 20 Uhr Ort: LWL-Museum, Auditorium, Domplatz 10 Eintritt: 25 Euro, ermäßigt 20 Euro Tickets: online über LokalTicketing.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen. Was der Westfälische Kunstverein sonst so macht, könnt ihr unter westfaelischer-kunstverein.de erfahren.
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