Jazzfestival-Shortcut 2026: Karten ab Montag „Shortcut“-Ausgabe des Internationalen Jazzfestivals Münster findet am 3. Januar statt / Kartenvorverkauf beginnt am Montag um 12 Uhr

Fritz Schmücker wird am 3. und 4. Januar 2026 wieder die „Shortcut“-Ausgabe des Internationalen Jazzfestivals Münster präsentieren. (Archivbild: Stephan Günther)
Fritz Schmücker wird am 3. und 4. Januar 2026 wieder die „Shortcut“-Ausgabe des Internationalen Jazzfestivals Münster präsentieren. (Archivbild: Stephan Günther)

Am Montag beginnt der Vorverkauf für das Internationale Jazzfestival Münster, das 2026 wieder als „Shortcut“, also in seiner kurzen Ausgabe stattfindet. Das aber inzwischen nicht mehr am Sonntagabend, sondern am beliebteren Samstagstermin – und auch gar nicht mehr eintägig. Denn das kostenfreie Konzert mit  Improvisationen am Gerhard-Richter-Kunstwerk in der Dominikanerkirche am Sonntagmittag hat sich inzwischen als fester Bestandteil der Jazzfestivals in Münster etabliert. Wer das bestreitet, wird Festival-Leiter Fritz Schmücker wie gewohnt erst kurzfristig bekanntgeben. Er hat aber schon offenbart, wer am eigentlichen Festivaltag am 3. Januar auftreten wird. Mit der Zusammenstellung folgt er wieder seinem Motto von der „Ästhetik der Kontraste“. 

Den Auftakt des Konzertabends im Theater bildet am 3. Januar 2026 der Shooting-Star und Posaunist Robinson Khoury (r.) mit „Quatuor Demi-Lune”, bestehend aus (v.l.n.r.) Simon Drappier (Kontrabass), Lina Belaïd (Cello) und Eve Risser (Klavier). (Foto: Maxime Francois)
Den Auftakt des Konzertabends im Theater bildet am 3. Januar 2026 der Shooting-Star und Posaunist Robinson Khoury (r.) mit „Quatuor Demi-Lune”, bestehend aus (v.l.n.r.) Simon Drappier (Kontrabass), Lina Belaïd (Cello) und Eve Risser (Klavier). (Foto: Maxime Francois)

„Französischer Shooting-Star, improvisierte Musik aus Deutschland, Begegnungen der Kulturen“ – so fasst die Ankündigung das Programm zusammen. Mit dem französischem Shooting-Star ist der Posaunist Robinson Khoury gemeint, der als einer der großen Entdeckungen der aktuellen Jazzszene gilt und 2024 den renommierten Jazzpreis „Prix Django Reinhardt“ erhielt. In Münster wird er mit dem Ensemble „Quatuor Demi-Lune“ eine „neue kammermusikalische Form“ erschaffen, wie es in der Ankündigung heißt. Denn Khoury mischt gerne unterschiedliche musikalische Genres, inspirieren lässt er sich dabei unter anderem von der klassischen arabischen Musik, von großen Meistern wie Bach und von bekannten zeitgenössischen Komponisten wie Arvo Pärt und Steve Reich. Beim Konzert zum Auftakt des „Internationalen Jazzfestivals 2026 – Shortcut“ am 3.  Januar wird Robinson Khoury von Lina Belaïd (Cello), Simon Drappier (Kontrabass) und Eve Risser (Klavier) unterstützt – zusammen sind sie dann das „Halbmond-Quartett“.

Zwei gebürtige Münsteraner folgen dem „Ruf der Heimat“
Thomas Borgmann (Saxofon) und Christoph Tewes (Posaune) sorgen beim „Internationalen Jazzfestival Münster Shortcut“ mit ihrem Quartett „Ruf der Heimat“ für energetische Improvisationen. (Foto: Willem Schwertmann)
Thomas Borgmann (Saxofon) und Christoph Tewes (Posaune) sorgen beim „Internationalen Jazzfestival Münster Shortcut“ mit ihrem Quartett „Ruf der Heimat“ für energetische Improvisationen. (Foto: Willem Schwertmann)

Mit dem zweiten Ensemble des Abends folgt eine musikalische Zäsur. Denn das deutsche Quartett „Ruf der Heimat“ mit den gebürtigen Münsteranern Willi Kellers (Schlagzeug) und Thomas Borgmann (Saxofon) hat sich dem Free-Jazz verschrieben. Nachdem sie sich vor rund 40 Jahren aus Münster in die Jazzwelt aufgemacht haben, sind Kellers und Borgmann wieder in ihrer alten Heimatstadt zu erleben. Gemeinsam mit Christoph Tewes (Posaune) und Jan Roder (Bass) werden sie „Improvisationen voller Energie und Spielfreude“ präsentieren, wie es in der Ankündigung heißt, „eine Musik, die wild und frei ist und doch perfekt im Miteinander harmoniert“. Eins ist sicher: es wird humorvoll.

Westafrikanische Griot-Tradition, Jazz und Balkan-Klänge

Im dritten Akt betritt die französische Pianistin Eve Risser erneut die Bühne, diesmal um die Sängerin Naïny Diabaté aus Mali zu begleiten. In ihrem gemeinsamen neuen Programm „Anw Be Yonbolo“ (auf Bambara: „Wir sind zusammen“), das erst zum dritten Mal live in Deutschland zu erleben ist, verbinden die beiden Ausnahmekünstlerinnen die westafrikanische Griot-Tradition mit europäischer Improvisationsmusik.

Am Ende wird es wie so oft beim Jazzfestival Münster wieder etwas schwungvoller, vielleicht sogar tanzbar – wenn das denn im Theater Münster möglich wäre. Denn das neue Quintett des Trompeters Richard Koch verbindet Jazz mit Balkan-Klängen, Klezmer und mediterraner Folklore. Der aus Österreich stammende Berliner hat das Album „Rays of Light“ mit Fabiana Striffler (Violine), Valentin Butt (Akkordeon), Andreas Lang (Kontrabass) und Nora Thiele (Rahmentrommel) vor wenigen Monaten veröffentlicht. Die Band mit dem Namen dieses Albums gibt es zwei Mal, als Trio und als Quintett – in Münster wird natürlich die große Variante auftreten.

Angebote mit freiem Eintritt

Wer dann noch nicht genug hat, kann nach dem Konzertabend am Samstag die nächtliche Jam-Session in der Atelier Bar besuchen. Dort ist der Eintritt frei, ebenso wie bei den Improvisationen in der Dominikanerkirche am Sonntag (4. Januar) um 12 Uhr.

„Shortcut“ ist die kleine Ausgabe des „Internationalen Jazzfestivals Münster“ in den jeweils geraden Jahren. Es wird vom Kulturamt der Stadt Münster veranstaltet, Kooperationspartner sind das Theater Münster und der WDR, der am Festivalabend die Konzerte aufzeichnet und zu einem späterem Zeitpunkt auf WDR 3 sendet.

Der Kartenvorverkauf läuft ab Montag (17. November) um 12 Uhr ausschließlich online über das Theater Münster unter www.theater-muenster.com. Mehr über das Programm könnt ihr unter www.jazzfestival-muenster.de finden.

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