IHK warnt vor Phishing-Mails Unternehmen in Münsterland und Emscher-Lippe im Visier

Betrüger geben sich in den Mails als IHK aus und drohen mit „Bußgeldern“. (Symbolbild: Andreas Hermsdorf / Pixelio)
Betrüger geben sich in den Mails als IHK aus und drohen mit „Bußgeldern“. (Symbolbild: Andreas Hermsdorf / Pixelio)

Unternehmen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region sind erneut Ziel einer professionell wirkenden Phishing-Kampagne. Betrüger verschicken E-Mails, die vorgeben, von einer „Industrie- und Handelskammer“ zu stammen, um an Unternehmensdaten zu gelangen. Darauf weist die IHK Nord Westfalen hin.

Die Angreifer nutzen demnach eine neutrale Version des bundesweiten IHK-Logos. Im Betreff der Nachricht steht „Sachstandsmitteilung zu Unternehmensdaten“. Empfänger würden dazu aufgefordert, über einen echt wirkenden Link ihre Daten für 2026 zu aktualisieren, und zwar „innerhalb von 24 Stunden nach Kenntnisnahme dieses Schreibens“. Andernfalls werde mit „Sanktionen oder Bußgeldern“ gedroht. Als tatsächlicher Absender tauche eine Adresse mit indischer Domain auf, konkret „info(at)nasscom.in“. Die Kammer rät, auf solche Mails nicht zu reagieren und sie sofort zu löschen, wie die IHK Nord Westfalen in einer Medienmitteilung erklärt.

Absenderadresse checken

„Die IHK fragt sensible Daten nie auf diese Weise ab“, erklärt IHK-Rechtsexpertin Monika Santamaria. Ein Hinweis auf eine Fälschung sei häufig schon an der Absenderadresse erkennbar: E-Mails der IHK Nord Westfalen würden stets von „@ihk-nordwestfalen.de“ oder „@ihk-nw.de“ kommen. Ob sich hinter einem angezeigten Absender eine andere Adresse verberge, lasse sich zudem prüfen, indem man in gängigen E-Mail-Programmen mit der Maus über die Absenderzeile fährt, ohne zu klicken. So werde sichtbar, ob eine andere Adresse hinterlegt ist.

Fragwürdige Links nicht öffnen

Typisch für Phishing sei außerdem, dass Nachrichten unpersönlich formuliert sind, starken Zeitdruck aufbauen und teils durch auffällige Schreibweisen oder Fehler auffallen. Es werde empfohlen, Links in solchen Mails nicht zu öffnen und im Zweifel den Absender genau zu prüfen.

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