
„Von der Vision zur internationalen Bühne“ – unter diesem Motto feierte die Halle Münsterland am Freitag ihr 100-jähriges Bestehen und hatte dazu am Freitagnachmittag viele Gäste zu einem „B2B-Event“ eingeladen. Dazu waren neben Politikern, Medien und Geschäftspartnern vor allem Vertreter derjenigen gekommen, die für die sehr unterschiedlichen Events in diesem größten Veranstaltungsort in der Stadt verantwortlich zeichnen.
Natürlich begrüßte Dr. Maria Näther zunächst diejenigen, in deren Auftrag sie hier seit zwei Jahren die Geschäfte führt: Stellvertretend für die Stadt Münster kamen zuerst Doris Feldmann als Vorsitzende des Aufsichtsrats und Oberbürgermeister Tilman Fuchs zu ihr auf die Bühne im Congress-Saal. Der OB erzählte dabei, dass ihm als Kind an diesem Ort besonders die Show „Holiday On Ice“ beeindruckt hat, die hier jedes Jahr in den Tagen nach Weihnachten auf einer eigens dafür hergerichteten Eisfläche stattfindet. Regierungspräsident Andreas Bothe teilte mit, dass er während des Studiums im Messebau und beim Catering gejobbt habe und dadurch eine Verbindung zu Orten wie die Halle Münsterland hat.
Erinnerungen und Zukunft
Immer wieder wurden bei der Veranstaltung solche Erinnerungen wachgerufen. Dabei halfen die für diesen Anlass erstellten Filme, die die hundertjährige Geschichte der Halle Münsterland von einer Stätte für Viehauktionen und Sportereignissen bis hin zu dem Messe- und Kongresszentrum von heute nachzeichnen. Die Vielfalt der verschiedenen Veranstaltungen stand dabei im Vordergrund. Seien es Konzerte von deutschlandweit oder international bekannten Musikern, Kirchen- und Parteitage oder große Feste, Tagungen, Kongresse und Fachmessen – vieles davon findet aktuell noch statt. Andere Veranstaltungen sind inzwischen Vergangenheit, wie die Sechstagerennen, Wrestling-Kämpfe (die in den 70er Jahren noch „Catchen“ genannt wurden), Europas größte Kegelparty, Live-Übertragungen von „Wetten dass…“ oder das „Münster Monster Mastership“ als Europas erste große Skateboard-Veranstaltung.
Die Filme, die diese Erinnerungen zeigten, waren nur zum Teil mit originalem Film-Material erstellt, es überwogen die per KI animierten Fotos aus alten Zeiten. Das mag seinen Ursprung auch darin haben, dass an diesem Ort erst vor kurzem mit „data:unplugged“ das führende Festival für Data, Künstliche Intelligenz und Innovation in Europa stattgefunden hat. Denn einer der Initiatoren, Dr. Bernard Sonnenschein, ist Münsteraner. Er lud die Gäste des Jubiläums dazu ein, mit ihm per KI auszumalen, wie die Halle Münsterland in hundert Jahren aussehen könnte – was zu einigen befremdlichen Ergebnissen führte.
Ständchen für das Jubiläum
Da war doch vielen Geburtstagsgästen die ganz analoge Musik lieber, die es auch beim Jubiläum gab. Wobei das „Happy Birthday“, das alle zusammen angeregt durch Moderator Aljoscha Höhn gesungen haben, am Ende etwas holprig geriet. Denn schließlich ist schon der althergebrachte Name „Halle Münsterland“ dafür zu lang, seit 2009 heißt sie aber mit vollständigem Namen „Messe und Congress Centrum Halle Münsterland“ oder leicht verkürzt „MCC Halle Münsterland“. Stellvertretend für die vielen Musiker, die im Laufe der Jahrzehnte hier aufgetreten sind, trat H-Blockx-Frontmann Henning Wehland auf, mit Gesang und Akustikgitarre begleitet von Jan Loechel. Als die beiden nach dem eher ruhigen „Bonnie & Clyde“ auch noch das mitreißende „Tanz um dein Leben“ anstimmten, gab es kein Halten mehr, da waren fast alle der sonst eher zurückhaltenden Westfalen aus dem Häuschen.
Direkt an die Feiern schloss sich ein Konzert des Star-Geigers David Garrett an, über das wir heute noch in einem eigenen Beitrag berichten. Ihren Abschluss fanden die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Halle Münsterland mit einer „Antenne Münster-Aftershow-Party“, auf der viel getanzt und mitunter sogar mitgesungen wurde.
Es ist unter https://100jahre.mcc-halle-muensterland.de/ eine eigene Homepage zu "100 Jahre Halle Münsterland" eingerichtet worden, auf der ihr auch die auf der Veranstaltung gezeigten Filme anschauen könnt.
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