Fristlose Kündigung: SCP wirft Lorenz raus Vereinsführung stellt Strafanzeige gegen Ex-Kapitän / Lorenz weist Vorwürfe zurück

Der SC Preußen Münster hat Marc Lorenz fristlos gekündigt – der Spieler widerspricht den Anschuldigungen. (Foto: Carsten Pöhler)
Der SC Preußen Münster hat Marc Lorenz fristlos gekündigt – der Spieler widerspricht den Anschuldigungen. (Foto: Carsten Pöhler)

Der SC Preußen Münster hat seinen Mittelfeldspieler und Ex-Kapitän Marc Lorenz fristlos entlassen und Strafanzeige gestellt. Wie der Verein in einer Medienmitteilung erklärte, gebe es konkrete Hinweise auf Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Spendengeldern. Lorenz selbst wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme auf Instagram zurück.

Der Verein betonte in seiner Mitteilung, er sehe sich als „bedeutender Arbeitgeber und Botschafter der Region“ in der Verantwortung, Integrität, Werte und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu schützen. Trotz der Schwere der Vorwürfe lege man Wert auf ein faires Verfahren und einen respektvollen Umgang mit dem Spieler. Weitere Stellungnahmen solle es bis zum Abschluss der Untersuchungen nicht geben.

Marc Lorenz hat sich am Dienstag öffentlich auf seinem Instagram-Profil geäußert. In seiner Erklärung räumte er ein, die Spendengelder verspätet abgerechnet zu haben. Der offene Betrag sei jedoch bereits vor der Kündigung beglichen gewesen. Entsprechend zeigte er sich verwundert, dass der Verein heute ohne vorherige Absprache an die Öffentlichkeit gegangen sei. Er erklärte zudem, die Informationen über seine Kündigung selbst erst über die Vereinswebseite erfahren zu haben.

Lorenz führte weiter aus, dass er sich seit einigen Wochen in therapeutischer Behandlung befinde, da seine mentale Gesundheit in den vergangenen Jahren stark gelitten habe. Neben der sportlichen Situation hätten auch schwierige private Umstände im engsten Familienkreis eine Rolle gespielt. Über diese Probleme sei der Verein seit mehr als einem Jahr informiert gewesen. Die verspäteten Überweisungen könne er sich nur krankheitsbedingt erklären. Zugleich betonte Lorenz, er würde niemals absichtlich Spendengelder für den guten Zweck veruntreuen. Abschließend bleibt die Frage offen, weshalb der Verein trotz seines erklärten Wunsches nach einem fairen Verfahren und respektvollen Umgangs den Weg der fristlosen Kündigung wählte.

2 Kommentare

  1. Ihr bringt es im letzten Satz auf den Punkt. Die Reaktion der Preußen ist einfach traurig… Man sieht wieder einmal wie unsichtbar die Psyche ist. Man kann so etwas auch intern sicher klären…

    Sportlich zweite Liga, menschlich Kreisliga.

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