
Vom 19. bis 28. September verwandelt sich das Schloßtheater Münster wieder in einen Treffpunkt für Cineasten aus ganz Europa. Das 21. Filmfestival Münster zeigt aktuelle europäische Filmkunst – mit einem besonderen Fokus auf Regiedebüts, regionale Produktionen und spannende Nachwuchsprojekte.
Eröffnet wird das Festival mit der Deutschlandpremiere des niederländischen Films „Alpha.“ von Jan-Willem van Ewijk. Das Vater-Sohn-Drama, das bereits bei den Venice Days ausgezeichnet wurde, spielt in der beeindruckenden Kulisse der Schweizer Alpen. Regisseur van Ewijk sowie die Hauptdarsteller Reinout und Gijs Scholten van Aschat werden zur Premiere erwartet.
Acht Regiedebüts konkurrieren beim europäischen Spielfilmwettbewerb
Im Zentrum des Festivals steht der europäische Spielfilmwettbewerb. Acht Regiedebüts konkurrieren um den mit 5.000 Euro dotierten Regiepreis, darunter auch der irische Berlinale-Gewinner „Christy“ von Brendan Canty und das Mutter-Tochter-Drama „Flame“ der niederländischen Regisseurin Daphne Lucker. Auch Werke wie „Urchin“ von Schauspieler Harris Dickinson oder die feministische Thriller-Produktion „Santosh“ von Sandhya Suri unterstreichen die inhaltliche Bandbreite. Letztere thematisiert das indische Kastensystem und war Großbritanniens offizieller Beitrag für die Oscars.
Mit „Ungeduld des Herzens“ liefert Lauro Cress den einzigen deutschen Wettbewerbsbeitrag – eine moderne Adaption des Stefan-Zweig-Romans, die zuvor bereits mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet wurde.
Kurzfilm-Wettbewerb und „Westfalen Connection“

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Kurzfilm. 36 Werke aus 15 Ländern sind im Wettbewerb vertreten. Gezeigt werden preisgekrönte Produktionen wie „Fire Drill“ von Maximilian Villwock oder die estnische Animation „On Weary Wings Go By“. Auch die deutsch-griechische Koproduktion „Magdalena Hausen – Die gefrorene Zeit“ mit der Stimme von Hanna Schygulla erlebt in Münster ihre Deutschlandpremiere.
In der Sektion „Westfalen Connection“ werden Filme mit regionalem Bezug gezeigt. Besonders im Fokus stehen Premieren wie Michelle Barthels Regiedebüt „Und was ist mit uns?“ sowie Mustafa Khalafs „Der Moment in dem ich dich ins Herz schloss“.
Kultfilme für Genre-Fans und Branchentreffen für Filmnachwuchs
Auch Genre-Fans kommen auf ihre Kosten. Die Sektion „Nightwatch“ widmet sich in diesem Jahr dem Frühwerk eines US-Amerikanischen Indie-Regisseurs, der seit vielen Jahren von seiner Fangemeinde kultisch gefeiert wird: Gregg Araki. Seine legendäre „Teen Apocalypse Trilogy“ mit den Filmen „Totally Fucked Up“ (1993), „The Doom Generation“ (1995) und „Nowhere“ (1997) läuft in drei Spätvorstellungen des Festivals.
Am 26. und 27.9. finden zwei Branchentage für den Film in Westfalen statt: Der Freitag steht dabei im Zeichen des Pitchings. In einer ersten Session präsentiert der Filmnachwuchs aus der Region einer Fach-Jury seine aktuellen Stoffe, die zweite Session präsentiert Treatment-Stoffe, die im Rahmen der Drehbuchklasse der Filmwerkstatt Münster weiterentwickelt werden. Am Samstag wird ein Panel für den Filmnachwuchs der Region mit dem Titel: „Filmnachwuchs im Finanzierungsdilemma – Wege aus der prekären Förderung“ stattfinden und im Anschluss eine Masterclass mit Mehmet Akif Büyükatalay und Claus Herzog-Reichel von der Kölner Produktionsfirma filmfaust.
Weitere Informationen zum Festivalprogramm könnt ihr unter www.filmfestival-muenster.de finden.
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