FH Münster würdigt Erasmus-Studentin Erza Ahmeti steht für eine Million Erasmus-Aufenthalte

Im Rahmen der DAAD-Aktion #OneInOneMillion hat die FH Münster die Studierende Erza Ahmeti (li.) als „eine von einer Million“ benannt. (Foto: FH Münster/ Stefanie Gosejohann)
Im Rahmen der DAAD-Aktion #OneInOneMillion hat die FH Münster die Studierende Erza Ahmeti (li.) als „eine von einer Million“ benannt. (Foto: FH Münster/ Stefanie Gosejohann)

Die FH Münster hat die Studentin Erza Ahmeti im Rahmen der deutschlandweiten Aktion #OneInOneMillion als „eine von einer Million“ ausgezeichnet. Die 23-Jährige studiert Betriebswirtschaftslehre an der Münster School of Business und verbrachte im vergangenen Herbst ein Erasmus+-Semester in Paris.

Ahmeti studierte am Institut International du Commerce et du Développement (ICD), einer Partnerhochschule der FH Münster. Stellvertretend für viele mobile Studierende der Hochschule erhielt sie eine DAAD-Urkunde und eine Erasmus+-Tasche, wie die FH Münster in einer Medienmitteilung erklärt.

Auslandssemester prägt Studentin

In Paris lernte Ahmeti in einer internationalen Gruppe mit Studierenden aus mehreren Ländern, unter anderem aus Georgien, Finnland und Spanien. Die Lehrveranstaltungen fanden überwiegend auf Englisch statt. Im Alltag nutzte sie nach eigenen Angaben ihre Französischkenntnisse. „Eigentlich wollte ich vor allem mein Französisch verbessern, aber am Ende habe ich vor allem Englisch gesprochen. Im Alltag habe ich versucht, so viel wie möglich Französisch zu reden und einfach aus meiner Komfortzone rauszugehen“, sagte Ahmeti.

Eine Herausforderung sei vor allem die Wohnungssuche in der französischen Hauptstadt gewesen. Eine bereits gebuchte Unterkunft sei kurzfristig storniert worden, sodass Ahmeti eine neue und teurere Wohnung finden musste. „Das war schon hart, vor allem so kurz vor der Abreise“, erinnerte sie sich.

Auch die andere Lernkultur habe sie geprägt. Prüfungen seien kurzfristig terminiert worden, Rahmenbedingungen hätten sich teils wenige Tage vor Klausuren geändert. „Wir Deutschen haben gemerkt, wie sehr wir klare Strukturen gewohnt sind“, berichtete Ahmeti. „Am Ende bin ich aber entspannter geworden. Und ich habe gelernt, in neuen Situationen schnell auf Menschen zuzugehen.“ Diese Erfahrung wirke bis heute nach: „Ich merke heute an der FH Münster, dass ich viel offener bin – im Auslandssemester lernt man, auf Leute zuzugehen und einfach ins Gespräch zu kommen.“

Spanien, Frankreich und Norwegen beliebt

Die FH Münster beteiligt sich seit vielen Jahren am Erasmus+-Programm. Im aktuellen Studienjahr wurden bislang 277 Studierende für ein Auslandssemester und rund 70 Studierende für ein Praktikum mit Erasmus+ gefördert. Besonders beliebt sind bei den Studierenden der FH Münster derzeit Spanien, Frankreich und Norwegen. Die meisten Auslandssemester absolvieren Studierende der Fachbereiche Wirtschaft, Design, Oecotrophologie – Facility Management und Architektur.

Dr. Katja Zwingmann, Leiterin des International Office der FH Münster, bezeichnete Erasmus+ als mehr als ein Mobilitätsprogramm. „Internationalisierung ist für uns kein Zusatzangebot, sondern zentraler Bestandteil unserer Hochschulstrategie seit mehr als zwei Jahrzehnten. Ein Auslandssemester wie das von Erza Ahmeti stärkt nicht nur Sprachkenntnisse, sondern vor allem interkulturelle Kompetenzen, Offenheit und die Fähigkeit, über den Tellerrand zu schauen und sich in neuen Kontexten zu bewegen. Das sind Schlüsselfähigkeiten für unsere global vernetzte Arbeitswelt und für eine offene, demokratische Gesellschaft.“

Mit der Aktion #OneInOneMillion weist der Deutsche Akademische Austauschdienst darauf hin, dass inzwischen eine Million Studierende deutscher Hochschulen mit Erasmus+ ins Ausland gegangen sind. Die FH Münster will nach eigenen Angaben auch künftig Studierende ermutigen, einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren.

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