Ein Wochenende mit Plesiosauriern Highlight-Wochenende zum „Fossil des Jahres 2026“ im Geomuseum vom 9. bis 11. Oktober

Vom Fossil zum Museumsstück, so lautet das Motto eines besonderen Wochenendes im Geomuseum der Universität Münster. (Foto: Thomas Hölscher)
Vom Fossil zum Museumsstück, so lautet das Motto eines besonderen Wochenendes im Geomuseum der Universität Münster. (Foto: Thomas Hölscher)

Vom 9. bis zum 11. Oktober dreht sich im Geomuseum der Universität Münster alles um die Plesiosaurier. Die ausgestorbenen Meeresreptilien mit ihren vier Paddeln und teilweise auffallend langen Hälsen stehen an diesem Wochenende als „Fossil des Jahres 2026“ im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Vom Fossil zum Museumsstück“ gibt es Führungen, Gespräche und Einblicke in die Präparation.

Los geht es am Freitag, 9. Oktober, beim „Langen Freitag“. Um 19 und 19.30 Uhr starten Rundlauf-Touren durch das Museumsquartier Münster mit den fünf Museen an der Pferdegasse. Im Geomuseum stellt Kurator Dr. Steffen Trümper das „Fossil des Jahres“ vor.

Am Samstag, 10. Oktober, sind von 10 bis 18 Uhr Studierende der Geowissenschaften als sogenannte Live-Speaker in der Ausstellung. Direkt beim Plesiosaurier-Fossil beantworten sie Fragen zu den Tieren und ihrer Erforschung.

Am Sonntag, 11. Oktober, geben Kurator Steffen Trümper und die geowissenschaftliche Präparatorin Melanie Junker ab 11 Uhr im Geo-Kino Einblicke in die Arbeit hinter den Exponaten. Sie zeigen, wie Fossilien bearbeitet werden und wie aus versteinerten Knochen ein Modell mit Muskeln und Haut entsteht. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung über die Webseite des Geomuseums wird erbeten.

Um 12.30 Uhr folgt eine weitere Rundlauf-Tour durch das Museumsquartier. Anlass ist der Welt-Tag der Museumsfreunde. Auch der Förderverein des Geomuseums stellt dabei seine Arbeit vor.

Für die Rundlauf-Touren kostet der Eintritt vier Euro pro Person. Karten gibt es im Vorverkauf im Ticketshop des LWL-Museums für Kunst und Kultur.

135 Millionen Jahre in den Meeren

Die Paläontologische Gesellschaft hat Anfang des Jahres vier westfälische Plesiosaurier zum „Fossil des Jahres 2026“ gewählt. Vorgeschlagen wurden sie gemeinsam vom Geomuseum der Universität Münster, dem LWL-Museum für Naturkunde und dem Naturkunde-Museum Bielefeld. Mit der Auszeichnung stehen die Tiere sowie ihre Entdeckung, Erforschung und Präparation im Mittelpunkt.

Vier gleich große Paddel und ein oft langer Hals mit kleinem Kopf: Aus heutiger Sicht wirken die Plesiosaurier, als wären sie ein Sondermodell in der Geschichte des Lebens. Das eigenwillige Aussehen der ausgestorbenen Meeres-Reptilien gilt jedoch als Erfolgsrezept der Evolution, denn Plesiosaurier lebten mehr als 135 Millionen Jahre lang in den Meeren der Erde – parallel zu den Dinosauriern an Land. Trotz zahlreicher Fossilien sind viele Fragen zu ihrer Lebensweise noch offen. Die westfälischen Funde liefern dabei wichtige Erkenntnisse.

Das Geomuseum an der Pferdegasse zeigt die Erd- und Lebensgeschichte vom Urknall bis zur Entwicklung Westfalens. Zu den bekanntesten Exponaten gehört ein 43.000 Jahre altes Mammut aus Ahlen, es ist heute das Wahrzeichen des Museums.

Mehr zum Vortrag und die Live-Präparation am 11. Oktober 2026 und den Link zur Anmeldung findet ihr auf der Seite des Geomuseums der Universität. 

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