
Ein gutes Kinderbuch zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass es auch den Eltern beim Vorlesen Spaß macht. Ein solches Buch ist dem Coppenrath Verlag mit „Mein Skateboard und ich“, dem dritten Band aus der Reihe „Sportstars erzählen“, gelungen. Nach zwei Fußballstars steht diesmal Münsters Skateboard-Pionier Titus Dittmann im Fokus. Von den Abenteuern in der Kindheit bis zum erfolgreichen Geschäftsmann und Chef der karitativen Organisation skate-aid. Das Ergebnis ist überaus lesenswert, auch für Eltern.
„Mein Skateboard und ich“ schildert kurzweilig und episodenhaft, wie aus dem kleinen Eberhard der Titus wurde, dessen Name heute zumindest in Deutschland als Inbegriff für die Skateboard-Kultur steht. Es wird launig und kindgerecht aus Sicht des Erzählers berichtet, wie aus dem kleinen Jungen, der freihändig Roller fahren konnte und selbst die höchsten Sprungtürme im Freibad nicht scheute, der erfolgreiche Erwachsene von heute wurde. Erzählt wird diese Geschichte von dem ebenfalls sehr erfolgreichen Kinderbuchautor THiLO alias Thilo Petry-Lassak („Mumienherz“) auf Grundlage der Autobiografie von Titus Dittmann „Brett für die Welt“.

An den Geschichten, die in kurzen Kapiteln von den Erfolgen und Niederlagen des Heranwachsenden berichten, werden auch Leseanfängerinnen und -anfänger Spaß haben, die mit Skateboards bislang noch nicht viel am Hut haben. Schließlich geht’s um das Klettern auf Bäume und das Stapeln von Briketts im Kohlenkeller. Schule war (zunächst) nicht sein Ding, zu streng und zu eingeengt war dem kleinen Titus wie er da schon genannt wurde, das damalige Schulsystem. Das wahre Leben spielte sich außerhalb der Schule beim Spielen mit seinen Freunden ab. Es wird erklärt, wie der erste Kontakt zum Skateboard erfolgte, als er schon ein Erwachsener und Lehrer war und wie es danach Schlag auf Schlag ging, bis hin zu den Münster Monster Masterships und Skate-Aid.

Am Ende jedes Kapitels findet sich ein kleines Rätsel zum Mitraten, das meist den Inhalt des vorangegangenen Kapitels thematisiert. Die launigen Illustrationen stammen von Horst Hellmeier („Mega streng verboten“). Wie jedes gute Buch hat auch „Mein Skateboard und ich“ eine Message, immer wieder heißt es, dass Titus „Sein Ding“ gemacht habe, unbeirrt das Ziel im Blick behaltend. Straucheln und Fallen war nie Grund an sich zu zweifeln, sondern um aufzustehen und mit doppelter Energie weiterzumachen. Bestimmt kein ganz schlechter Rat für die jugendlichen Leseanfängerinnen und -anfänger der zweiten Lesestufe, für die das Buch empfohlen wird. Die Eltern können sich auf jeden Fall darauf gefasst machen, dass nach der letzten Seite der Wunsch nach einem Skateboard auf dem nächsten Wunschzettel des Nachwuchses stehen wird. Dieses Buch macht jedenfalls viel Spaß, sogar Sportmuffeln.
"Sportstars erzählen – Mein Skateboard und ich" von Titus Dittmann & Thilo Petry-Lassak. Illustrationen: Horst Hellmeier. Altersempfehlung: ab 7 Jahren (2. Lesestufe). 72 Seiten Format: 15,5 x 21, Hardcover. Coppenrath Verlag, ISBN: 978-3-649-65112-3. 10,00 Euro.

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