Ehrenamt: Einfach von Mensch zu Mensch

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Einfach von Mensch zu Mensch: Omar Khalil (li.) ist 2015 aus Aleppo geflüchtet, Dieter Ptock ist seit 25 Jahren ehrenamtlicher Helfer. (Foto: cb)
Einfach von Mensch zu Mensch: Omar Khalil (li.) ist 2015 aus Aleppo geflüchtet, Dieter Ptock ist seit 25 Jahren ehrenamtlicher Helfer. (Foto: cb)

Wir besuchen Dieter Ptock zu einem ALLES MÜNSTER-Interview, um die Stiftung Bürger für Münster kennenzulernen. Dieter Ptock ist ein überzeugter Ehrenamtlicher, der trotz seines Alters (72) nicht nur dem Weltgeschehen zuschauen möchte. Omar Khalil, Flüchtling aus Aleppo sowie Leser-Reporter begleitet uns zu Ptocks Wirkungsstätte – der Diakonie im Blaukreuzwäldchen Münster.

Ptock zeigt uns das Hauptgebäude der Diakonie im Blaukreuzwäldchen. Die Diakonie hat hier rund 70 Jugendliche untergebracht, davon etwa 45  unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge und 20 deutsche Jugendliche, die der Einrichtung über die Jugendämter zugewiesen worden sind.

Dieter Ptock ist seit einem Jahr für die Stiftung Bürger für Münster aktiv. Voller Ideen und motiviert durch den Flüchtlingsstrom der letzten zwei Jahre ist er bei der Diakonie als ehrenamtlicher Projektleiter tätig. „Ich bin fast 25 Jahre neben dem Beruf und nach dem Beruf ehrenamtlich aktiv, einfach von Mensch zu Mensch“. Dem 72-Jährigen war und ist es ein Bedürfnis, zu helfen. Auf Omars Frage, welche Angebote es hier gäbe, zählt Ptock auf: “Deutschförderung, Sport, Fahrradfahren, Unterstützung bei der Computernutzung, Musik, Holzwerken und Malen.“

Dieter Ptock betont, dass die wichtigste Aufgabe jedoch darin bestehe, dass die Flüchtlinge Deutsch lernen. Und dieses steht bei allen Aktivitäten mit auf dem Programm, egal ob beim Sport oder beim Reparieren von Fahrrädern. Die unbegleiteten minderjährigen Flüchtige kommen aus verschiedenen Ländern, etwa aus Eritrea, Marokko, dem Iran, Irak, Afghanistan und Syrien. Und dann kommen die deutschen Jugendlichen hinzu. „Die müssen sich alle vertragen.“

Geleistet wird das von sogenannten Sprachbegleitern, ehrenamtlichen Betreuern, die den Jugendlichen als Sprachmentoren zu Seite stehen und im Alltag helfen. „Ich suche gerade noch zwei Sprachbegleiter“, so Ptock, „Lehrer oder Studenten zum Beispiel, die die Jugendlichen ein bis zweimal in der Woche für ein bis zwei Stunden begleiten und sie in der deutschen Sprache fördern können.“ Dieter Ptock weiß noch viel zu berichten, gibt uns weitere Einblicke in seine Tätigkeit, die keinen Zweifel daran lassen, dass er sich, so lange Kraft und Zeit es zulassen, mit Begeisterung und nachhaltig weiter engagieren wird.

Im Rahmen der Differenzierung der Einrichtung werden in den Kinder-, Jugend- und Familiendiensten etwa 250 Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene in konzeptionell unterschiedlichen Angebotsformen und Bereichen stationär, teilstationär und ambulant im Rahmen der Hilfen zur Erziehung betreut und gefördert. Davon sind rund 45 unbegleitete minderjährige Ausländer in Betreuung. Nicht nur „Am Blaukreuzwäldchen“.

Interessenten für die Aufgabe als Sprach- oder Sportbegleiter können sich an das Büro der Stiftung Bürger für Münster wenden: kontakt@buergerstiftung-muenster.de/ www.buergerstiftung-muenster.de.
Claas Borchers
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