
Polizei und Feuerwehr sowie das Ordnungsamt der Stadt Münster melden, dass wir eine „vergleichsweise ruhige Silvesternacht“ hatten. Es gab aber vereinzelt Leute, die deutlich über die Strenge geschlagen haben. So haben einige Feiernde am Ludgeriplatz einen Streifenwagen der Polizei mit Flaschen beworfen. Und in Angelmodde sind Einsatzkräfte der Feuerwehr bei einem Löscheinsatz sogar mit Feuerwerksraketen beschossen worden.
Zum Glück wurde keiner der Feuerwehrleute in Angelmodde von den auf sie gerichteten Raketen verletzt, es gab auch keinen Sachschaden. „Ich bin froh, dass unsere Kräfte diesen bösartigen Angriff unbeschadet überstanden haben. Der Dank gilt allen für ihren Einsatz in der Silvesternacht,“ sagte Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer heute dazu. Abgesehen von diesem Zwischenfall verzeichneten Feuerwehr und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) laut Pressemitteilung der Stadt „eine vergleichsweise ruhige und weitgehend friedliche Silvesternacht“.
„Vergleichsweise ruhige und weitgehend friedliche Silvesternacht“
Nach Einschätzung der Stadt habe das Konzept der starken Präsenz in der Innenstadt sehr gut gegriffen. In den Feuerwerksverbotszonen auf dem Domplatz und dem Prinzipalmarkt sei es ruhig gewesen, um Mitternacht hätten sich nur rund 200 Personen auf dem Domplatz versammelt – wenig im Vergleich zu früheren Jahren. „Im Randbereich wurde verhältnismäßig wenig Pyrotechnik abgefeuert“, heißt es weiter in der städtischen Meldung. „Wenn doch einmal Personen Pyrotechnik mit sich führten, wies der KOD sie auf das Verbot hin und sie zeigten sich einsichtig“.
Unruhig war es auf dem Hafenplatz und am Ludgerikreisel
Wahrscheinlich wegen des Feuerwerksverbots in der Innenstadt hat sich das Geschehen immer mehr zum Hafenplatz verlagert. Der sei „stark von Feiernden besucht und Schauplatz massiver Pyrotechnik“ gewesen.

Ein weiterer Hot Spot war offensichtlich der Ludgerikreisel. Gegen 00:30 Uhr war dort ein Streifenwagen mit Flaschen beworfen worden. Den Polizisten sei es es aber gelungen, einen flüchtenden Tatverdächtigen zu stellen. Ein weiterer Mann habe die Polizeibeamten während der folgenden Maßnahmen angegriffen, aber „durch den Einsatz des Distanzelektroimpulsgerätes konnte der Angriff beendet werden“, heißt es dazu in der Pressemitteilung der Polizei. Damit war der Einsatz aber noch nicht beendet: Aus einer Gruppe von rund zehn Personen seien die Polizisten weiter beschimpft worden. Ein Mann habe versucht, die festgehaltenen Personen zu befreien. Mittlerweile eingetroffene Unterstützungskräfte mussten den Schlagstock und Pfefferspray einsetzen, um weitere Angriffe zu unterbinden. Die Polizei nahm drei Personen fest. Drei Polizisten seien bei dem Einsatz leicht verletzt worden, konnten aber weiter ihren Dienst versehen, heißt es abschließend in dieser Meldung.
Auch die Polizei zieht eine eher positive Bilanz für den Jahreswechsel 2026
Zusammenfassend stellte die Polizei Münster aber fest, dass sie in dieser Silvesternacht nur in wenigen Fällen einschreiten musste. So hat die Leitstelle insgesamt geraden mal 38 Einsätze mit Bezug zu den Feierlichkeiten registriert. Dabei fertigten die eingesetzten Kräfte sechs Anzeigen wegen Körperverletzung und eine Strafanzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. In neun Fällen stellten die Beamten illegales Feuerwerk fest. In den meisten Fällen waren die Einsatzkräfte zu silvestertypischen Einsätzen wie Ruhestörungen oder Körperverletzungen gerufen worden.
Rettungsdienst verzeichnet übliche silvesterbedingte Einsätze
Die Feuerwehr wurde in der Silvesternacht zu 18 Brandschutz- und 63 Rettungsdiensteinsätzen alarmiert. Der Rettungsdienst verzeichnete die üblichen silvesterbedingten Einsätze. Besonders schwere Verletzungen gab es nicht.
Im Brandschutz erreichten die Leitstelle um kurz nach Mitternacht vier nahezu parallele Meldungen zu zwei Balkonbränden in Coerde sowie zwei vermeintlichen Wohnungsbränden an der Wolbecker Straße. Auf einem Balkon in Coerde war ein Müllsack in Brand geraten. Der zweite Einsatz war auf die Rauchentwicklung von dem ersten Einsatz zurückzuführen. Die beiden an der Wolbecker Straße gemeldeten Feuer entpuppten sich als Nebel aus einer Nebelmaschine. Hier waren keine Maßnahmen erforderlich.
Bei den 14 weiteren Einsätzen mussten vorwiegend Mülltonnen, Müllhaufen oder Strauchwerk gelöscht werden. Einen Einsatzschwerpunkt habe es nicht gegeben.
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