„Die Menschen haben es genossen!“ Die Verantwortlichen ziehen eine durchweg positive Bilanz nach dem Nordrhein-Westfalen-Tag in Münster

Oberbürgermeister Tilman Fuchs (l.) und Jan Schabacker (r.) während der Pressekonferenz. (Foto: Thomas Hölscher)
Oberbürgermeister Tilman Fuchs (l.) und Jan Schabacker (r.) während der Pressekonferenz. (Foto: Thomas Hölscher)

Während der Pressekonferenz zum Ende des NRW-Tags in Münster war allen Anwesenden gleichermaßen die Freude über die erfolgreich bewältigte Aufgabe wie auch die Erleichterung darüber anzumerken, dass es bis auf eine von der Polizei abgefangene Drohne keine nennenswerten Zwischenfälle gab. Münster habe sich von seiner besten Seite gezeigt und das Land habe auch nicht zu sehr in die Planungen eingegriffen, wie Oberbürgermeister Tilman Fuchs bestätigte: „Wir hatten mit dem Land NRW einen tollen Partner!“

„Die Menschen haben es genossen, die Veranstaltung war groß und ruhig zugleich“, charakterisierte Fuchs die zurückliegenden Tage. Auch Ministerpräsident Hendrik Wüst habe sich sehr wohlgefühlt und viele gute Gespräche geführt. Es sei wie eine große Geburtstagsparty gewesen, berichtete das Stadtoberhaupt. Fuchs weiter: „Die Kombination aus dem, was NRW inhaltlich ausmacht, und aus der Party war sehr gut. Was mich am meisten froh macht, ist, dass es uns gelungen ist, unsere Formate in der Stadt Münster mit denen des Nordrhein-Westfalen-Tages zusammenzubringen und zu sagen: Das gehört einfach zusammen.“

Erhebliche Herausforderungen

Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer blickte auf die „erheblichen Herausforderungen“ zurück, die von Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen im Vorfeld koordiniert werden mussten. „Wir haben die Präsenz der Polizei und anderer Hilfsorganisationen weit nach vorne geschoben. Der NRW-Tag war etwas, was wir so auch noch nicht erlebt haben. Am Ende war es ein friedliches Familienfest ohne nennenswerte Schadensfälle.“ Lediglich vereinzelt habe man Autofahrer mit Nachdruck darauf hinweisen müssen, dass die Straßensperren tatsächlich ernst gemeint seien. Ordnungsamtsleiter Norbert Vechtel bestätigte, dass der Busverkehr ab dem 2. September wieder normal ablaufen werde. Die Straßen außerhalb der Sperrzone seien zwar voll gewesen, der Verkehr habe aber immer fließen können. „Unsere ursprünglichen Sorgen haben sich nicht bestätigt.“

Die Leiterin von Münster Marketing, Bernadette Spinnen (l.) und Ordnungsamtsleiter Norbert Vechtel (r.) (Foto: Thomas Hölscher)
Die Leiterin von Münster Marketing, Bernadette Spinnen (l.) und Ordnungsamtsleiter Norbert Vechtel (r.) (Foto: Thomas Hölscher)

Bernadette Spinnen, Leiterin von Münster Marketing, erkennt im NRW-Tag sehr viel Münster: „Es war nicht nur eine Bude neben der anderen, vielmehr standen immer die Themen im Vordergrund und die Qualität war von großer Bedeutung. Es gab sehr viele Rückmeldungen seitens der Gäste, dass sie in Ruhe schlendern konnten und sich das raussuchen konnten, was sie interessierte.“ Auch der Ablauf der Veranstaltung beeindruckte die Leiterin des Stadtmarketings: „Ich bin begeistert bis gerührt. Großereignisse sind schwer zu organisieren, weil man so viele Bedürfnisse befriedigen soll, dass man manchmal das Gefühl hat, dass gar nichts richtig kommuniziert wurde. Und das war hier anders, die Menschen sind unglaublich zufrieden.“ Auch die Führungen, die im Rahmen der Aktion „Schauräume“ durch Münsters Museen und Galerien angeboten wurden, seien nahezu ausgebucht gewesen, freute sich Spinnen.

Gottfried Wingler-Scholz (l.) und Wolfgang Heuer (r.) zogen eine positive Bilanz. (Foto: Thomas Hölscher)
Gottfried Wingler-Scholz (l.) und Wolfgang Heuer (r.) zogen eine positive Bilanz. (Foto: Thomas Hölscher)

Auch der Leiter der Feuerwehr Münster, Gottfried Wingler-Scholz, bestätigte den ungewöhnlich friedlichen und störungsfreien Ablauf der Großveranstaltung mit „mehreren Hunderttausend Besuchern“. 92 Einsätze habe es am Samstag gegeben, von denen nur neun im Zusammenhang mit dem NRW-Tag gestanden hätten. Dass keine genaueren Angaben zur Zahl der Gäste gemacht werden könnten, habe daran gelegen, dass es eine Flugverbotszone für Drohnen gegeben habe und deshalb die notwendigen Luftaufnahmen fehlten. Wie ernst es der Polizei mit diesem Flugverbot war, zeigte sich beim Abfangen einer Drohne, die innerhalb der Verbotszone unterwegs war. „Die Drohne wurde von uns abgefangen, sie stand im Zusammenhang mit einer anderen Veranstaltung“, bestätigte Polizeisprecher Jan Schabacker. Eine Bedrohungslage habe es zu keinem Zeitpunkt der Veranstaltung gegeben, betont Schabacker.

Der NRW-Tag fand vom 28. bis 30. August 2026 anlässlich des 80. Geburtstags Nordrhein-Westfalens in Münster statt. Hunderttausende Besucherinnen und Besucher kamen in die Innenstadt. Auf elf Themenmeilen präsentierten sich mehr als 200 Aussteller, hinzu kamen zehn Bühnen mit Musik, Kultur und Unterhaltung. Rund 7.000 Menschen besuchten am Samstag das Sommerkonzert der Landesregierung, etwa 20.000 die Kopfhörerparty auf dem Domplatz. Der Freitagabend mit Zartmann war restlos ausverkauft. Polizei, Feuerwehr sowie Rettungs- und Ordnungsdienste bilanzierten drei sichere und ruhige Festtage ohne größere Einsätze oder Schadensfälle.

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