
Die Polizei Münster und die Bundespolizeiinspektion Münster haben ihre Zusammenarbeit im Bereich des Hauptbahnhofs ausgeweitet. Der heute vorgestellte Kooperationsvertrag regelt erstmals verbindlich, wie Landes- und Bundespolizei im Bahnhofsbereich zusammenarbeiten.
Ab sofort sind regelmäßig gemeinsame Fußstreifen unterwegs, zunächst freitags und samstags in den Abend- und Nachtstunden. Ziel ist es, Präsenz zu zeigen, schneller reagieren zu können und das Sicherheitsgefühl im Bahnhofsviertel zu stärken.
„Gemeinsame Streifen von Landes- und Bundespolizei sind für Münster neu. Wir wollen damit sichtbarer werden und unsere Kräfte besser verzahnen“, sagte Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf. Die gemischten Teams bestehen aus jeweils zwei Beamtinnen und Beamten beider Behörden. „Die Menschen unterscheiden nicht zwischen Zuständigkeiten – sie erwarten wirksame Hilfe. Durch die enge Zusammenarbeit können wir Gefahren früher erkennen und schneller handeln“, erklärte Peter Vaupel, Leiter der Bundespolizeiinspektion Münster.
Das Bahnhofsquartier als zentraler Ort mit vielen Herausforderungen
Die Behörden betonten, dass die Lage rund um den Bahnhof stabil sei, aber zusätzliche Kooperation präventiv wirke. Parallel dazu richtet die Landespolizei eine mobile Wache ein, die zu festen Zeiten als Ansprechpartner vor Ort dienen soll. Weiterhin bleiben Videoüberwachung sowie die gemeinsame Waffen- und Messerverbotszone wichtige Bausteine. In diesen Bereichen sind anlasslose Kontrollen möglich, um gefährliche Gegenstände frühzeitig aus dem Verkehr zu ziehen.
Zu Fragen nach dem Bremer Platz, einem bekannten Treffpunkt der Drogenszene, teilte Dorndorf mit, dass es sich um eine Entscheidung der Stadt handele. Die Polizei akzeptiere den politischen Beschluss, nehme aber ihren Strafverfolgungsauftrag weiterhin wahr. Straftaten würden unabhängig vom Standort verfolgt. Gleichzeitig verwies sie auf das bestehende Netzwerk sozialer Hilfsangebote rund um den Platz.
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