Bürgerbegehren gegen Ampelpläne gestartet Unterschriftensammlung für „Kreisel statt Ampel“ hat begonnen: Initiative kämpft für den Erhalt des Kreisels an der Von-Esmarch-Straße

Gegner der geplanten Ampelkreuzung haben das Bürgerbegehren „Kreisel statt Ampel“ auf den Weg gebracht. (Foto: Thomas Hölscher)
Gegner der geplanten Ampelkreuzung haben das Bürgerbegehren „Kreisel statt Ampel“ auf den Weg gebracht. (Foto: Thomas Hölscher)

Der Streit um den Kreisverkehr an der Von-Esmarch-Straße, Busso-Peus-Straße und Roxeler Straße geht in die nächste Runde: Gegner der geplanten Ampelkreuzung haben jetzt das Bürgerbegehren „Kreisel statt Ampel“ auf den Weg gebracht. Ihr Ziel: Die Planungen der Stadt stoppen und den bestehenden Kreisverkehr stattdessen modernisieren.

Der Stadtrat hatte die Stadtverwaltung in seiner Sitzung am 20. Mai 2026 beauftragt, den Umbau des Kreisverkehrs zu einer Ampelkreuzung zu planen und einen entsprechenden Baubeschluss vorzubereiten. Gegen dieses Vorhaben formiert sich nun Widerstand. Nach Angaben der Initiative lehnen nicht nur Anwohner die Pläne ab.

Danach könnte ein Bürgerentscheid folgen

Das Bürgerbegehren wurde von drei Vertretern offiziell beim Dezernenten des Oberbürgermeisters eingereicht. Damit sich der Stadtrat erneut mit dem Thema befassen muss, sind 10.013 gültige Unterschriften von Münsteranern erforderlich.

Bleibt der Stadtrat trotz eines erfolgreichen Bürgerbegehrens bei seiner Entscheidung, würde ein stadtweiter Bürgerentscheid folgen. Dann müssten rund 25.000 kommunalwahlberechtigte Münsteraner mehrheitlich gegen die geplante Ampelkreuzung und für einen modernisierten Kreisverkehr stimmen, damit die bisherigen Planungen gestoppt werden.

Unterschriften können ab sofort gesammelt werden

Jerome Schohaus von der IG Fahrradstadt (2. von links) hat mit den Anwohnenden Raphaela Imort und Carsten Cramer gestern das Bürgerbegehren „Kreisel statt Ampel“ beim Dezernenten des Oberbürgermeisters Christoph Kattentidt (links) beantragt. (Foto: PM)

Die Initiative hat die Unterschriftensammlung gestern (Montag, 29. Juni) gestartet. Die Listen können ab sofort heruntergeladen werden. Auf der Internetseite des Bürgerbegehrens finden Interessierte außerdem Informationen zum Verfahren sowie die Begründung der Initiatoren gegen die geplante Kreuzungslösung.

Damit möglichst schnell genügend Unterschriften zusammenkommen, sucht die Initiative in ganz Münster nach Geschäften, Cafés, Betrieben und Vereinen, die als offizielle Sammelstellen dienen möchten. Außerdem werden Freiwillige gesucht, die etwa Flyer verteilen oder Infostände betreuen. Interessierte können sich direkt per E-Mail an kreisel@fahrradstadt.ms wenden.

Für die Sammlung sind drei Monate vorgesehen.

Die Initiative Fahrradstadt.ms ist über die eigene Homepage, über Instagram, Facebook, YouTube sowie über Mastodon und Bluesky erreichbar.

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