Berg Fidel feiert 1. Mai im Sternbuschpark Viertelfest mit Musik, Tanz und politischen Themen

Sonne, Musik, Nachbarschaft: Berg Fidel feierte den 1. Mai im Sternbuschpark. (Foto: Berg Fidel Solidarisch)
Sonne, Musik, Nachbarschaft: Berg Fidel feierte den 1. Mai im Sternbuschpark. (Foto: Berg Fidel Solidarisch)

Am 1. Mai herrschte in Münster an vielen Orten Feststimmung, unter anderem am Aasee mit mehreren Hundert Menschen. Auch in Berg Fidel wurde gefeiert: Im Sternbuschpark kamen mehr als 300 Besucherinnen und Besucher zu einem Viertelfest zusammen. Bei Musik, Tanz und einem kulinarischen Angebot aus der Nachbarschaft trafen sich dort im Laufe des Tages Familien, Kinder sowie Anwohnerinnen und Anwohner.

Für viele sei die Veranstaltung inzwischen ein fester Termin im Jahreslauf, heißt es in einer Medienmitteilung von „Berg Fidel Solidarisch“. Auch Angebote für Kinder prägten das Programm. Kinderschminken sowie spontane Tanz- und Gesangsbeiträge hätten für Begeisterung gesorgt. „Das Viertelfest am 1. Mai ist jedes Jahr ein Highlight für die ganze Nachbarschaft – besonders für die Kinder. Hier kommen wir zusammen und lernen uns besser kennen“, wird Esada in der Mitteilung zitiert.

Fest mit auch politischen Themen

Neben dem Festcharakter griff die Stadtteilgewerkschaft auch politische Themen auf. Zum Auftakt sei an die Geschichte des 1. Mai als Kampftag für soziale Rechte erinnert und die Verbundenheit mit aktuellen Arbeits- und sozialen Kämpfen weltweit betont worden. Gleichzeitig seien konkrete Anliegen aus dem Stadtteil thematisiert worden, darunter der Verbleib beziehungsweise eine Nachfolge der nach Angaben der Initiative einzigen Hausarztpraxis im Viertel. Ein weiterer Schwerpunkt war demnach der Streit um die Räumlichkeiten der Initiative. Berg Fidel Solidarisch kritisiert die Kündigung durch die LEG. Der Immobilienkonzern, dem ein großer Teil der Wohnungen im Viertel gehört, habe die Räume in der ehemaligen „Alten Post“ am Rincklakeweg nach weniger als einem Jahr gekündigt.

Unterstütze unsere Arbeit

Unser Lokaljournalismus ist dir mehr wert als nur ein Like? Jetzt spenden!

EUR
Du wirst zu PayPal weitergeleitet.

LEG-Kündigung für Stadtteilgewerkschaft

Als Gründe nennt die LEG unter anderem angeblich geschäftsschädigende Kritik an Missständen im Viertel sowie einen fehlenden „Mehrwert“ für die Nachbarschaft. „Das Fest zeigt, wie Zusammenhalt und ein solidarisches Miteinander im Viertel entstehen. Unser Raum sorgt dafür, dass genau das auch über den 1. Mai hinaus im Alltag möglich ist – umso unverständlicher ist es, dass die LEG ihn kündigt“, wird Leonard Beving, Sprecher der Initiative, zitiert. Zum Höhepunkt des Festes hatten sich Dutzende Nachbarinnen und Nachbarn für ein gemeinsames Foto versammelt und gerufen: „Berg Fidel bleibt solidarisch – Berg Fidel Solidarisch bleibt!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert