„Aus uns hätte noch was werden können“ Stimmen der Schauspieler zum letzten Münster-Tatort mit Mechthild Großmann, der heute erstmals im TV ausgestrahlt wird.

Claus D. Clausnitzer erinnerte sich beim Gespräch mit ALLES MÜNSTER gerne an die gemeinsamen Szenen mit Mechthild Großmann. (Foto: Ralf Clausen)
Claus D. Clausnitzer erinnerte sich beim Gespräch mit ALLES MÜNSTER gerne an die gemeinsamen Szenen mit Mechthild Großmann. (Foto: Ralf Clausen)

Heute Abend (7. Dezember) wird der von vielen mit Spannung erwartete neue Münster-Tatort „Die Erfindung des Rades“ im Ersten ausgestrahlt. Wer das Glück hatte, sich dafür rechtzeitig Karten zu ergattern, konnte ihn schon am 25. November bei der Kino-Premiere im Cineplex sehen. ALLES MÜNSTER war auch da und hat die Schauspieler bei dieser Gelegenheit nach ihrer Meinung zur letzte Folge mit Mechthild Großmann als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm und zu ihrem Ausscheiden gefragt.

ChrisTine Urspruch (Silke „Alberich“ Haller) hatte die Folge vorab schon alleine zu Hause gesehen. Dabei achte sie allerdings viel zu sehr auf mögliche Fehler oder Dinge, die sie hätte besser machen können. „Wenn man das aber hier mit dem Publikum sieht, dann löst sich das vollkommen ein. Dann ist das ein Traum, den zu sehen.“ Sie genieße das immer, den Film zusammen mit dem Publikum im Kinosaal zu schauen. Bei der aktuellen Folge gefielen ihr vor allem die Wechsel vom 19. Jahrhundert, als das Fahrrad erfunden wurde, in die heutige Zeit: „Es verschwimmen die Zeitebenen, und das hat mir sehr gut gefallen an dem Film.“

Ihr Kollege Claus D. Clausnitzer („Vaddern“ Thiel) hatte die neue Folge vor der Kinopremiere im Cineplex dagegen noch nicht gesehen und konnte daher vorher noch kein Statement abgeben. Aber er war sich in seinem Urteil dennoch sicher: „Tatort Münster kann man sich immer angucken, das ist ja wohl eine komische Frage jetzt, das sieht man doch an den Einschaltquoten, wie viele das sehen wollen. Wir sind da sozusagen on top und das soll auch so bleiben. Ja, auch ohne Mechthild jetzt, wir werden sehen, ob wir das hinkriegen, aber ich glaube schon. “

Auch wenn Clausnitzer gespannt sei, wer da „als Ersatz – kann man ja nicht sagen – als Nachfolgerin in den Job kommt“, bedeutet der Ausstieg von Mechthild Großmann für ihn ein „Riesenverlust“. Schließlich seien die beiden im Münster-Tatort fast so etwas wie ein Pärchen gewesen, und zwar nicht auf der beruflichen Ebene wie die Rechtsmediziner Boerne und Haller oder Kommissar Thiel und sein Assistent Schrader. Dagegen sei die Beziehung des von ihm gespielten Taxifahrers zu der Staatsanwältin, die nur er „Wilma“ nannte, „immer so eine Art erotische Geschichte im Tatort“ gewesen: „Wir sind ja nun alle nicht gebunden, aber ich war ja mit ihr…. – da hätte ja was draus werden können. Ich war ja bis in ihre Dusche schon mal, ja, aus uns hätte schon noch was werden können. Aber nun ist es nicht. Nun ist sie weg. Nun bin ich alleine.“

„Mechthilds Ausscheiden wird eine große Lücke reißen“
Axel Prahl kniete bei ihrer Verabschiedung vom Tatort nicht nur verbal vor Mechthild Großmann nieder. (Foto: Michael Bührke)

„Mechthilds Ausscheiden wird mit Sicherheit eine große Lücke reißen“, meinte Thiel-Darsteller Axel Prahl, der die Stimmung bei der Kinopremiere im Cineplex Münster „schon ein bisschen melancholisch“ empfand: „Und ich bin selber gespannt, wie ich das heute überstehe.“ Tatsächlich übermannten ihm später die Gefühle, als alle anwesenden Schauspieler nach der Aufführung der neuen Folge noch einmal zusammen auf der Bühne standen. Dort versagte die ohnehin schon stets angeschlagen klingende Stimme von Axel Prahl vollends, so dass er Mechthild Großmann einfach nur umarmte, anstatt seinen Satz zu ihrem Ausscheiden zu beenden.

Zu der Tatort-Folge „Die Erfindung des Rades“ meinte Prahl, dass sie „auf jeden Fall“ gelungen sei: „Gerade für die Stadt Münster, finde ich, ist das eine ganz große Empfehlung. Der Film macht einfach Spaß, hat viele cineastische Momente und es sind großartige Figuren dabei.“ Mechthild Großmann dagegen kann grundsätzlich nichts über Produktionen sagen, in denen sie selbst mitgespielt hat: „Wenn ich da gucke, mach ich immer: oh Gott. Also da bin ich die falsche Person zu fragen.“

Anders als vermutlich viele meinen, würde für sie selbst nach ihrem Ausscheiden beim Tatort Münster gar nicht so viel ändern, betonte Großmann. Denn schließlich habe sie im Durchschnitt nur vier bis acht Drehtage im Jahr beim Tatort gehabt. „Den Rest der Zeit habe ich was anderes gearbeitet. Und das mache ich jetzt auch weiter“, sagte sie uns und wies auf ihre vielen Auftritte auf Theaterbühnen oder bei literarischen Lesungen hin: „Dann arbeite ich da monatelang jeden Tag“. Ihre Rolle beim Tatort habe sie dagegen als gar nicht so wichtig wahrgenommen: „Nur weil 15 Millionen das gucken, wird das nicht wertvoller.“

„Tatort – Die Erfindung des Rades“ ist heute (7. Dezember 2025) um 20.15 Uhr im Ersten und auch erst ab dann in der ARD Mediathek zu sehen.

 

 

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