
Die Umgestaltung der Südseite des Stadthafens 1 schreitet voran: Am Montag (13. April) beginnt der zweite von insgesamt drei Bauabschnitten. Ziel ist es, den Bereich langfristig zu einer attraktiven „Flaniermeile“ zu entwickeln, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt Münster heißt.
Während bereits seit August 2024 im ersten Abschnitt zwischen Hafenplatz und Hafenkäserei gebaut wird, rückt nun der nächste Bereich in den Fokus. Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich von der Hafenkäserei beziehungsweise der Hafenbrauerei Finne bis zur Bäckerei Cibaria. In diesem Bereich befinden sich unter anderem die markanten Betonsilos „Elefant“ und „Schildkröte“, der Ruderverein, die B-Side sowie mehrere Bürogebäude.
Geplant sind verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung des Areals. Dazu zählen Sitzbänke aus Holz, Natursteinpflaster und eine neue Beleuchtung, die optisch an Schiffsmasten erinnern soll.
Historische Elemente sollen erhalten bleiben
Ein zentrales Element der Umgestaltung ist der Erhalt prägender Strukturen aus der Vergangenheit des Hafens. So wird das Betonsilo „Elefant“ aktuell instand gesetzt und bleibt bestehen. Auch alte Gleise und Kranbahnen sollen weiterhin sichtbar sein und in das neue Gestaltungskonzept integriert werden. Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass alle öffentlichen Flächen barrierefrei zugänglich sind.
Die Arbeiten im zweiten Abschnitt sollen voraussichtlich bis zum dritten Quartal 2027 dauern. Dafür sind rund 2,3 Millionen Euro eingeplant, die teilweise durch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert werden. Die Koordination übernimmt das Amt für Mobilität und Tiefbau.
Erster Bauabschnitt auf der Zielgeraden
Parallel dazu laufen die Arbeiten im ersten Bauabschnitt weiter. Dieser soll nach aktuellem Stand Ende August 2026 abgeschlossen werden. Während Teile entlang des Hafenbeckens bis zum Wolfgang-Borchert-Theater bereits fertiggestellt sind, verzögern sich die Arbeiten im Bereich des Wärmespeichers. Grund dafür sind unter anderem komplexe Leitungsstrukturen und schwierige Bodenverhältnisse.
Mehr Aufenthaltsqualität am Wasser
Grundlage für die gesamte Neugestaltung ist ein Entwurf des Düsseldorfer Büros scape Landschaftsarchitekten. Die Hafensüdseite zwischen Hafenplatz und Dortmund-Ems-Kanal soll schrittweise zu einer Promenade mit höherer Aufenthaltsqualität entwickelt werden.
Neben neuen Sitzmöglichkeiten und Aufenthaltsflächen bleibt dabei der industrielle Charakter des Hafens bewusst erhalten – eine Kombination, die künftig sowohl Spaziergänger als auch Besucher der umliegenden Einrichtungen ansprechen soll.
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