
Der SC Preußen Münster hat Alois Schwartz als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 58-jährige Fußballlehrer übernimmt die Mannschaft mit dem Ziel, in den verbleibenden sieben Ligaspielen den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga zu sichern. Sein Vertrag gilt zunächst bis zum Saisonende.
(Update, 25. März, 11:30 Uhr) – Am Mittwochmorgen hat der SC Preußen Münster den neuen Cheftrainer Alois Schwartz im Rahmen einer Pressekonferenzen offiziell vorgestellt. Dieser machte dabei deutlich, dass er sich der schwierigen Lage bewusst sei, die Aufgabe aber mit Überzeugung angenommen habe. „Innerhalb 24 Stunden hat sich das alles dann so erledigt“, sagte er über die schnellen Gespräche mit dem Verein. Entscheidend sei für ihn gewesen, dass er sich in den Gesprächen „richtig gut“ und „mitgenommen“ gefühlt habe.
„Gemeinsam schaffen“
Nach eigener Aussage habe er sich Kader und Situation angeschaut und sei dann zu der Überzeugung gekommen, „dass wir das gemeinsam schaffen können“. Dieses „gemeinsam“ betonte Schwartz mehrfach. Gemeint seien nicht nur Trainerteam und Mannschaft, sondern auch das Umfeld. „Gemeinsam – das sind Fans, ist der Staff und ist auch die Mannschaft“, sagte er. Nur so könne es gelingen, in der aktuellen Lage „über die Ziellinie“ zu kommen.

„Leichtigkeit verloren gegangen“
Auf die Frage, ob er sich als klassischer „Feuerwehrmann“ sehe, antwortete Schwartz offen. Einerseits sei das schon so, andererseits sei das „auch nichts Schlechtes“, weil man damit schließlich schon bewiesen habe, in schwierigen Situationen helfen zu können. Die zunächst auf sieben Spiele befristete Vereinbarung sei bewusst so getroffen worden. Erst danach wolle man weitersehen. Inhaltlich machte der neue Trainer klar, wo er die größten Probleme sieht. Die Mannschaft habe in der Hinrunde gezeigt, dass sie konkurrenzfähig sei. Inzwischen aber sei die Leichtigkeit verloren gegangen. „Ich glaube, das Selbstvertrauen ist ein bisschen runtergegangen“, sagte Schwartz. Derzeit laufe vieles nicht mehr so selbstverständlich, vorne wie hinten sei die Mannschaft zu fehleranfällig. Nun gehe es darum, wieder mehr Sicherheit, Klarheit und Vertrauen ins eigene Spiel zu bekommen.
Schritt für Schritt stabilisieren
Einen radikalen Umbau kündigte Schwartz nicht an. Er wolle sich zunächst ein Bild von den Spielern und ihren Charakteren machen. „Ich werde mit Sicherheit nicht mit einer Kettensäge reingehen oder mit einer Axt“, sagte er. Statt alles auf den Kopf zu stellen, gehe es darum, ein gutes Miteinander zu entwickeln und die Mannschaft Schritt für Schritt zu stabilisieren.
Der Mannschaft Orientierung geben
Sport-Geschäftsführer Ole Kittner sagte, der Verein sei überzeugt, mit Schwartz die richtige Lösung gefunden zu haben. Er bringe Führungsstärke und Erfahrung mit und könne der Mannschaft Orientierung geben. Zugleich passe er auch menschlich zum Verein. Schwartz sei jemand, „der die Menschen mitnimmt, der sie begeistern kann, der Kräfte bündelt.“ Schwartz selbst wollte den Blick am Mittwoch ganz bewusst eng halten. Für ihn zähle jetzt nur die unmittelbare Aufgabe. „Da geht es nicht um mich, da geht es nur um den Verein, um in der Liga zu bleiben“, sagte der neue Preußen-Trainer.

(Ursprungsmeldung) – Schwartz verfügt über umfangreiche Erfahrung im Profifußball und hat mehrfach unter Beweis gestellt, dass er Teams in schwierigen Situationen stabilisieren kann, wie der SC Preußen Münster in einer Pressemitteilung mitteilt. Unterstützt wird er von U23-Trainer Kieran Schulze-Marmeling und LZ-Leiter Janis Hohenhövel, die weiterhin als Co-Trainer fungieren. „Alois Schwartz ist ein sehr erfahrener Trainer, der mit klarer Führung und Struktur bereits gezeigt hat, dass er Mannschaften im Abstiegskampf wertvolle Impulse geben kann. Er weiß, was es braucht, um in dieser Situation die Chancen auf einen erfolgreichen Saisonausgang zu maximieren“, sagt Ole Kittner, Geschäftsführer Sport, Strategie und Kommunikation. „Über die Einbindung von Kieran Schulze-Marmeling und Janis Hohenhövel als Co-Trainer können wir auf ein hohes Maß an Gespür und Identifikation für Preußen Münster zurückreifen. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dieser Konstellation die beste Lösung für die anstehenden Herausforderungen gefunden haben“, so Kittner weiter.
„Mannschaft hat Mentalität und Qualität“
„Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe und habe sie angenommen, weil ich davon überzeugt bin, dass wir gemeinsam den Turnaround hinbekommen können. Die Mannschaft hat bereits gezeigt, dass sie die Mentalität und die Qualität hat, um in dieser Spielklasse zu bestehen“, sagt Münsters neuer Cheftrainer. In seiner bisherigen Laufbahn stand Schwartz unter anderem beim 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC, SV Sandhausen und Hansa Rostock insgesamt 222-mal in der 2. Bundesliga an der Seitenlinie. Zuletzt war er beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken tätig.
Offiziell vorgestellt wird Alois Schwartz am Mittwochvormittag im Rahmen einer Pressekonferenz. Am Nachmittag leitet er bereits seine erste Trainingseinheit. Am Donnerstagnachmittag bestreiten die Adlerträger ein Testspiel gegen den TSV Havelse. Die Partie findet aus organisatorischen Gründen ohne Zuschauer statt.
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