900 Euro für ein „Phantom der Filmgeschichte“ Das Wilsberg-Promikellnern 2026 zog wieder viele Fans zu den Aaseeterrassen / Spendensammlung für die Krebsberatung Münster diesmal auch mit Auktion

Christian Vechtel vom Auktionshaus "Zeitgenossen" versteigerte ein "Phantom der Filmgeschichte" für 900 Euro. (Foto: Michael Bührke)
Christian Vechtel vom Auktionshaus „Zeitgenossen“ versteigerte ein „Phantom der Filmgeschichte“ für 900 Euro. (Foto: Michael Bührke)

Das war ein unerwartet spannender wie rätselhafter Moment beim Promikellnern 2026: Kurz vor der Open-Air-Premiere von „Wilsberg – einfach weg“ wurde ein wesentliches Requisit aus dieser neuen Folge der beliebten ZDF-Reihe versteigert – ohne dabei zu verraten, um was es sich dabei handelt. Denn das würde zu viel über die Handlung verraten, meinte Hauptdarsteller Leonard Lansink. Dennoch konnte Christian Vechtel vom Auktionshaus „Zeitgenossen“, vielen sicher bekannt aus „Bares für Rares“, dieses „Phantom der Filmgeschichte“ erfolgreich an den Mann bringen – für 900 Euro. Was es nun ist, sollen der erfolgreiche Bieter wie auch das Publikum heute Abend erst nach dem Film erfahren.

Das meiste Geld zu Gunsten der Krebsberatung Münster ist aber wie stets beim Promikellnern durch den Verkauf von Getränken eingeholt worden. Ob heute die Rekordsumme von 36.000 Euro aus dem letzten Jahr erreicht oder übertroffen werden könnte, bezweifelte Schirmherr Lansink vor der Veranstaltung. Das Ergebnis werden wir allerdings erst in einigen Wochen erfahren.

Nur zwei Schläge brauchte Tilman Fuchs für den Fassanstich bei seinem ersten Einsatz in dieser Rolle, die traditionell Münsters OB beim Promikellnern zusammen mit Wilsberg-Darsteller Leonard Lansink übernimmt. Zu seiner Motivation, jedes Jahr sich so für dieses Event zu engagieren, antwortete Lansink uns: „Naja, Krebs hört ja nicht auf, weil wir ein bisschen Bier verkaufen. Also, im nächsten Jahr gibt es immer noch Krebs, im Jahr darauf auch, und deswegen machen wir immer weiter.“ .

„Das ist unser Lieblingsevent im Jahr“, sagte uns Gudrun Bruns, die Leiterin der Krebsberatungsstelle über die Bedeutung des Promikellnerns. „Das hilft uns natürlich sehr, unser Angebot zu finanzieren durch die Einnahmen, die wir durch das Promikellnern erzielen können. Und die Beratungsstelle wird dadurch sehr bekannt.“

Oliver Pauli und Paula Menninghaus führten mit viel Witz und viel Charme durch das Programm des Promikellnerns 2026. (Foto: Michael Bührke)
Oliver Pauli und Paula Menninghaus führten mit viel Witz und viel Charme durch das Programm des Promikellnerns 2026. (Foto: Michael Bührke)

Musik von der schwimmenden Bühne

Wie gewohnt, wurden die Besucher dieses Events nicht nur mit Speisen und Getränken versorgt, sondern auch mit einem abwechslungsreichen Programm unterhalten. Die Musik von der schwimmenden Bühne sorgte wieder einmal für eine besonders entspannte Atmosphäre, mal Jazz, mal Blues, mal Singer-Songwriter-Pop. Aber dazwischen gab es diesmal noch mehr bekannte Pop-Hits als sonst. Das begann schon mit der Titelmusik aus der „Wilsberg“-Reihe, „Why Did You Do It?“ von der britischen Bluesrock-Band Stretch, das Matt Walsh zusammen mit der All-Star-Band um Gitarrist Amandus Grund erstmals beim Promikellnern darbot. Mit einem Set aus gerade mal zwei Liedern, das mit „Valerie“ von Amy Winehouse begann, hatte der Schauspieler und Musiker Martin Bruchmann das Publikum schnell im Griff. Warum er heute dabei war, werden die meisten wohl erst bei der Premiere der neuen Folge „Wilsberg – Einfach weg“ bemerken, in der er eine Gastrolle übernommen hat.

Eine Sängerin hatte erst kurz vor ihrem Auftritt die Kellnerschürze abgelegt: Patricia Meeden, die seit 2021 zum festen Team bei „Wilsberg“ gehört und dort die Anwältin Tessa Tilker spielt. Eben hatte sie die Gäste auf den Treppen der Aaseeterrassen noch mit Getränken versorgt, schon zog sie es mit einer mitreißenden Interpretation von „Yes“ aus dem Dirty-Dancing-Soundtrack in ihren Bann. Aber auch bei einer Ballade von Lady Gaga wurde aufmerksam gelauscht, wie sie hinterher ein wenig erstaunt feststellte: „Ich find es toll, dass sie zuhören. Ich dachte eigentlich, man singt hier und es wird laut geschnattert und gelacht, man hört nur Klirren – aber es war mucksmäuschenstill. Das war schön.“

Patricia Meeden begeisterte auch als Sängerin. (Foto: Michael Bührke)
Patricia Meeden begeisterte auch als Sängerin. (Foto: Michael Bührke)

Auch das Kellnern hat Patricia Meeden diesmal noch besser gefallen als bei ihrer Premiere im letzten Jahr. Sie führt es darauf zurück, dass sie jetzt viel besser auf diese Tätigkeit vorbereitet war. Weil sie sich noch mehr darauf konzentriert hat, sei ihr diesmal nichts heruntergefallen. Uns war allerdings aufgefallen, dass sie ihre Kellnertätigkeit besonders häufig unterbrechen musste, um für Selfies mit den Fans zu posieren. „Vielleicht suchen sich die Gäste nächstes Jahr einen Tisch mit einer anderen Bedienung, weil sie heute so lange auf ihr Bier warten mussten“, kommentierte sie das lachend.

Für die Wünsche nach Selfies hatte Roland Jankowski (Kommissar Overbeck) wie schon in den Vorjahren die passende Lösung: Ein T-Shirt mit der Preisliste für „Selfie mit Ovi“. Leonard Lansink saß sogar in einer Art Gehege, vor dem die Fans unentwegt Schlange standen, um Autogramme zu bekommen und Selfies mit ihm zu machen. 

Obwohl ein buntes Team aus Schauspielern, Künstlern und Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Musik das Kellnern übernommen hatte, ging nur selten etwas zu Bruch. So erzählte Janina Fautz, die wie Jankowski und Vittorio Alfieri (Finanzamtschef Grabowski) eine Doppelschicht übernommen hatte, wie zwei Gäste aus dem Publikum ihr beherzt halfen, als zwei wackelnde Flaschen auf ihrem Tablett herunterzufallen drohten. Damit konnte sie ihre blütenweiße Weste der Promikellnerin bewahren, der noch nie etwas heruntergefallen ist. „Und das, wo mir privat dauernd etwas herunterfällt“, wie sie uns lachend verriet.

Und welches Requisit wurde nun ersteigert? Das lässt sich sicher leicht erraten, wenn man die neueste Folge „Wilsberg – einfach weg“ sieht. Die läuft übrigens am 3. Oktober im ZDF. Oder ihr schaut in unsere Story auf Instagram, wo wir das Rätsel heute Nacht aufklären werden.

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