„Einfach Hin Hören“: Alexander Richter liest im Clemenshospital

Alexander Richters erste Werke waren Romane, Kurzgeschichten und Lyrik, die sich wegen ihres Realitätsgehalts in der DDR nicht veröffentlichen ließen. (Foto: CC0)

Am Montag, 19. Juni um 16 Uhr, liest der Autor Alexander Richter im Clemenshospital aus seiner Novelle „Richtung Norden. Richtung Meer“ und ein paar skurrile Miniaturen aus „längsle und querle“.

Richter wurde 1949 in der DDR geboren. Er begann Romane, Kurzgeschichten und Lyrik zu schreiben, die sich wegen ihres Realitätsgehalts in der DDR nicht veröffentlichen ließen. Daher versuchte er, die Manuskripte in der Bundesrepublik zu veröffentlichen. Nachdem er fünf Jahre von der Staatssicherheit überwacht worden war, wurde er 1982 in Potsdam auf offener Straße verhaftet und nach elf Monaten U-Haft wegen „Staatsfeindlicher Hetze“ zu sechs Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

1985 kam er durch den von der Bundesrepublik eingeleiteten Häftlings-Freikauf aus der Haft direkt in den Westen und versuchte einen Neuanfang. Seit seiner ersten Buchveröffentlichung in 1988 („Die gestohlene Himmelfahrt“ – Kurzgeschichten aus der DDR) sind von ihm mehr als dreißig eigene Bücher verschiedenster Genres und zu sehr unterschiedlichen Themen erschienen.

Die Lesung findet im Rahmen der Reihe „Einfach Hin Hören“ des Verbands Deutscher Schriftsteller statt. Die etwa 30-minütige Lesung ist öffentlich und kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
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